Details
Study title
GEFO - Geschlecht und Forschungsförderung
Ref study 8746
Study language German
Contributing institutions
Authors
Keywords
  • Qualifizierung
  • Hochschule
  • Wissenschaft
  • Geschlechterungleichheiten
  • Laufbahnen
  • Forschungsförderung
Disciplines
Period
Der Untersuchungszeitraum liegt zwischen 2002 und 2007, inkl. einer historischen Perspektive bezüglich der geschlechtsspezifischen Verlustraten in den wissenschaftlichen Laufbahnen.
Geographical space
Schweiz, inklusive Mobilität ins Ausland
Country
Abstract
Ausgangslage
Nach wie vor sinkt der Frauenanteil im Laufe akademischer Karrieren von Stufe zu Stufe, wobei die geschlechtsspezifischen Selektionsprozesse (metaphorisch auch als leaky pipeline bezeichnet) je nach Fachbereich bei unterschiedlichen Statuspassagen und unterschiedlich stark aufzutreten scheinen (European Commission 2000, 2006; Leemann 2002, 2005). Bei der Analyse von Faktoren, welche zu einem überproportionalen Ausscheiden von Frauen führen bzw. umgekehrt Frauen darin unterstützen, gleichberechtigt mit den Männern eine wissenschaftliche Laufbahn aufzunehmen, ist zu unterscheiden zwischen wissenschaftsexternen Faktoren wie Alter, Familiensituation und Betreuungsaufgaben, persönliche Motivationen, soziale Herkunft und wissenschaftsinternen Faktoren wie männlich geprägte Wissenschaftskultur, Fachstrukturen, fachliche Unterstützung durch Mentor/innen und Netzwerke, Integration in die Hochschule, die Forschung und in die weitere scientific community (vgl. u.a. Long und Fox 1995). Zu den wissenschaftsinternen Faktoren zählen auch der Zugang zu und die Unterstützung durch Massnahmen und Instrumente der Forschungs- und Nachwuchsförderungspolitik, wobei diese Bereiche der bewussten wissenschafts- und gleichstellungspolitischen Steuerung besser zugänglich sind als die Aspekte der wissenschaftlichen Förderung und Integration durch die einzelnen Hochschullehrer/innen, die Institute und Fakultäten sowie die weitere scientific community. Die genannten wissenschaftsinternen und -externen Faktoren haben nicht nur direkten Einfluss auf die Karriereverläufe, sondern auch indirekten, indem sie die für eine wissenschaftliche Laufbahn erforderliche Leistungen und Anforderungen (Antragsverhalten, Stellenbewerbungen, Publikationsoutput, Mobilitätsbereitschaft, Motivationen) moderieren.
In der Schweiz gibt es, anders als in anderen Ländern, nur wenige Alternativen zu einer Förderung der eigenen Forschung durch den SNF: Neben Forschungsgeldern der Hochschulen, der Industrie und von Stiftungen sind die EU-Rahmenprogramme zu nennen. Der Frauenanteil bei den Forschungsanträgen des SNF ist noch sehr gering und es gibt Hinweise darauf, dass diese Anteile nicht dem tatsächlichen Potenzial an möglichen Gesuchstellenden entsprechen (Jänchen und Schulz 2005). Zielsetzungen des Forschungsprojektes Die Studie "Geschlecht und Forschungsförderung" verfolgt zwei Zielsetzungen, wobei die erstere einen beschreibenden, die zweite einen erklärenden Ansatz verfolgt.
Zielsetzung 1: Die geschlechtsspezifischen Verlustraten (leaky pipeline) werden soweit wie möglich nach Fachbereichen aufgeschlüsselt quantifiziert und in ihrer historischen Entwicklung dargestellt. Die Karriereverläufe des wissenschaftlichen Nachwuchses werden, auch im Hinblick auf die Abfolge von Personen- und Projektförderung durch den SNF, beschrieben.
Zielsetzung 2: Die wissenschaftsinternen- und externen Gründe für die geschlechtsspezifischen Verlustraten werden analysiert, insbesondere auch die Rolle der vom SNF betriebenen Forschungsförderungspolitik. Dabei interessiert die Frage, welche geschlechtsspezifischen Barrieren beim Zugang zu den Fördermassnahmen vorhanden sind und inwiefern erhaltene Fördermittel die wissenschaftlichen Laufbahnen von Nachwuchsforschenden unterstützen. Die Studie soll dem SNF wissenschaftliche Grundlagen für die Planung seiner Gleichstellungsmassnahmen liefern und wird deshalb Schlussfolgerungen für die Genderpolitik in der Forschungsförderung ziehen.
Results
Beschreibung der Leaky Pipeline
Die Auswertungen des Schweizerischen Hochschulinformationssystems (SHIS) zeigen, dass bei den untersuchten Statuspassagen (Doktorat, Habilitation) überproportional mehr Frauen als Männer aus den wissenschaftlichen Laufbahnen ausscheiden. Ohne die akademische Zuwanderung von Frauen auf Doktoratsstufe und später würde das Potenzial an weiblichen Nachwuchsforschenden im Schweizer Hochschulsystem vor allem in Fachbereichen mit tiefem Frauenanteil geringer ausfallen.
Beim Bild der Leaky Pipeline ist disziplinenspezifischen Differenzen Rechung zu tragen. In den Technischen und den Wirtschaftswissenschaften sowie gewissen Disziplinen der Exakten und Naturwissenschaften stellt bereits die Studienwahl eine geschlechtsspezifische Hürde dar. Der Schritt vom Studienabschluss zum Doktorat ist anschliessend mit weniger Ungleichheit verbunden. In den Geistes- und Sozialwissenschaften dagegen, wo der Frauenanteil unter den Studierenden hoch ist, stellt der Beginn eines Doktorats die erste entscheidende Barriere für Frauen dar, der Abschluss einer Habilitation die zweite. In der Medizin/Pharmazie sind die geschlechtsspezifischen Unterschiede bis und mit Doktorat vergleichsweise klein, danach aber schaffen Frauen den Schritt zur Habilitation deutlich seltener.
Nach dem Studium ist der Beginn, und weniger der erfolgreiche Abschluss eines Doktorats das geschlechtsspezifische Hindernis. Besonders in den Rechtswissenschaften, den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie den Wirtschaftswissenschaften beginnen Hochschulabgängerinnen seltener ein Doktorat als Männer. Ist der Entscheid für das Doktorat einmal gefallen, schliessen Frauen zwar ebenfalls seltener ab als Männer, die Unterschiede bei den Erfolgsquoten sind jedoch geringer als beim Übertritt ins Doktoratsstudium.
Als Gesamttendenz schält sich über den beobachteten Zeitraum von rund zwanzig Jahren (1978 – 2006) eine Annäherung der geschlechtsspezifischen Doktoratsquoten heraus, was jedoch vor allem darauf zurückzuführen ist, dass die Doktoratsquote der Männer längerfristig abgenommen hat, besonders in den Rechtswissenschaften, den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie den Exakten und Naturwissenschaften.
Werden die beruflichen Laufbahnen (Anstellungen im Hochschulbereich) untersucht, finden sich bei Kontrolle von Fachbereichsdifferenzen innerhalb von fünf Jahren nach dem Doktorat keine Hinweise auf ein überproportionales Ausscheiden von Frauen aus wissenschaftlichen Laufbahnen. Sie sind gleich häufig im Hochschulbereich tätig und haben gleich oft eine wissenschaftliche Position inne wie Männer. Ein Rückzug oder Verdrängt-Werden aus einer wissenschaftlichen Tätigkeit ist in der postdoktoralen Phase (noch) nicht erkennbar. Es kann also davon ausgegangen werden, dass in dieser zentralen Laufbahnetappe ein unvermindertes Potenzial an weiblichen Nachwuchswissenschaftlerinnen vorhanden ist, die versuchen, die Laufbahn im Wissenschaftsbereich nach dem Doktorat fortzusetzen.

Forschungsförderung des SNF
Frauen stellen bis fünf Jahre nach dem Doktorat gleich häufig Anträge bei der Personen- und Projektförderung des SNF und weiterer Institutionen der Forschungsförderung. Unter den Forschenden, die 2002 bis 2006 erstmals mit Anträgen in der Projektförderung oder für eine Förderungsprofessur an den SNF gelangten, reichten Frauen nicht weniger Gesuche ein, verlangten gleich hohe Summen und hatten dieselben Erfolgschancen.
Es gibt demnach weder Hinweise dafür, dass Frauen sich häufiger über die Akquisition von Drittmitteln in Form von Stipendien oder Forschungsgesuchen ihre weitere Laufbahn zu finanzieren versuchen – als Indiz für eine schlechtere Hochschulintegration –, noch finden wir Ansatzpunkte für die These, Frauen hätten grössere Hürden zu überwinden, um ein Förderungsgesuch einzureichen oder bewilligt zu erhalten. Es gibt auch aufgrund der Interviews keine Anhaltspunkte dafür, dass Wissenschaftlerinnen bezüglich der Möglichkeiten der Forschungsförderung weniger gut informiert wären, grössere Zurückhaltung ausüben würden, sich um Finanzierungen zu bewerben, oder den SNF als unzugänglicher und weniger unterstützend erleben als Männer. Der SNF hat in den letzten Jahren diverse Anstrengungen in Sachen Gleichstellung von Frau und Mann unternommen. Diese scheinen sich hier auszuzahlen.
Die Forschungsförderung des SNF und weiterer Institutionen zeigt nachweislich Wirkungen auf die wissenschaftlichen Laufbahnen von Frauen und Männern. Bewilligte Förderungen stehen in einem positiven Zusammenhang mit den Verbleibschancen in der Wissenschaft nach dem Doktorat, vergrössern die Wahrscheinlichkeit, einen wissenschaftlichen Auslandaufenthalt als PostdoktorandIn zu absolvieren und erweitern die wissenschaftlichen Kontakte ins Ausland. Der SNF hat deshalb grosse Einflussmöglichkeiten für die Verbesserung der Karrierechancen von Frauen in der Wissenschaft. Keine nachweisbare Wirkung der SNF-Forschungsförderung konnte hinsichtlich des Publikationsoutputs von Nachwuchsforschenden festgestellt werden.

Integration
Frauen erhalten nach dem Doktorat weniger laufbahnspezifische Unterstützung durch arrivierte WissenschaftlerInnen im Sinne eines Mentorings. Dies ist einer der bedeutsamen Faktoren, der zu einem überproportionalen Ausscheiden von Wissenschaftlerinnen aus dem Wissenschaftsbereich führt. Denn laufbahnspezifische Unterstützung erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Verbleibs in der Wissenschaft sowie die geografische Mobilität ins Ausland, vergrössert die Chance einer weiteren Förderung durch MentorInnen in späteren Laufbahnphasen, befördert die Antragstellung für Stipendien beim SNF, unterstützt den Aufbau eines wissenschaftlichen Kontaktnetzes und erhöht den Publikationsoutput, wie die Ergebnisse für die Doktoratsphase zeigen.
Kein Mentoring zu erhalten bedeutet, keine Unterstützung von einer arrivierten Hochschullehrerin, einem Professor zu erhalten, die oder der im Hintergrund als Förderer und Gatekeeper wirkt, Referenzen abgibt, Kontakt einfädelt und für die Leistungsfähigkeit des oder der Mentee bürgt. Es fehlt jene Person, welche ins wissenschaftliche Feld, dessen Spielregeln, Anforderungen und Usanzen einführt. Dadurch mangelt es an wichtigen Dimensionen von Integration und Förderung, ohne die eine wissenschaftliche Laufbahn nicht möglich ist, zum Beispiel an Ratschlägen bei Antragstellungen in der Forschungsförderung, an konkreten Stellenangeboten, insbesondere nach einer Rückkehr aus dem Ausland, oder an Gelegenheiten für (gemeinsame) Publikationen.
Wie viele weitere Studien belegen auch unserer Untersuchungen eine schlechtere Einbindung der weiblichen Nachwuchsforschenden in die wissenschaftlichen Kontaktnetze der Scientific Community. Dies gilt jedoch nur für die Kontakte zu ProfessorInnen und Peers an ausländischen Forschungsinstitutionen, nicht für die Kontakte im Inland. Der Aufbau eines Netzwerkes im Laufe der wissenschaftlichen Karriere ist einer der Faktoren, die darüber entscheiden, ob die Karriere Erfolg hat oder abgebrochen werden muss. Denn die sozialen Kontakte, über die Zeit hinweg geknüpft und gepflegt, sind eine Art Kapitalanlage und Sicherheitsnetz. Sie können zu weiteren, für die Visibilität, die Reputation, die Integration und die Produktivität wichtigen Bekanntschaften und Kooperationen führen und kulturelles, symbolisches oder auch ökonomisches Kapital generieren. Internationales soziales Kapital wird dabei immer relevanter. Auslandaufenthalte, Publikationen in internationalen Journals oder Forschungskooperationen mit ausländischen Institutionen dienen als Distinktionsmittel in den symbolischen Kämpfen um Anerkennung und Abgrenzung.
Die geringere Förderung und die schlechtere Einbindung der weiblichen Nachwuchsforschenden in wissenschaftliche Kontaktnetze ist Teil eines sehr subtil verlaufenden Desintegrationsprozesses, der schon während der Doktoratszeit beginnt und sich über die weitere Laufbahn bis in die postdoktorale Phase hinein erstreckt. Frauen haben dadurch weniger Möglichkeiten, das für eine wissenschaftliche Laufbahn relevante Kapital aufzubauen und erfahren latent Akte von Verkennung und Ignorierung, was zu einem schrittweisen Rückzug und Ausschluss aus einer wissenschaftlichen Laufbahn führt.

Vereinbarkeit von Wissenschaft und Familie
Doktorierte Frauen, welche in der Forschung verbleiben, haben seltener Kinder als ihre männlichen Kollegen, und kinderlose Frauen unter den Nachwuchsforschenden planen seltener noch Kinder für die Zukunft als kinderlose Männer. Sowohl weibliche wie männliche Doktorierte haben seltener Kinder als jene Doktorierten, die nach fünf Jahren den Wissenschaftsbereich verlassen haben. Die Vereinbarkeit von Familie und Wissenschaft ist demnach sowohl für Frauen wie für Männer mit Problemen verbunden, für Frauen sind sie jedoch grösser. Frauen stehen stärker vor dem Entscheid „entweder Forschung oder Familie“ und verzichten zugunsten des einen Bereichs auf den anderen.
Sind Kinder da, wirkt die Anlehnung an traditionelle Rollenmuster zu Gunsten der Männer. Die Hälfte der Väter kann sich auf eine Partnerin abstützen, welche die Kinderbetreuung vollumfänglich abdeckt. Dies ist bei den Müttern unter den Forschenden kaum je der Fall. Sie sind immer in die Betreuung involviert, indem sie selbst Betreuungsaufgaben übernehmen und/oder die Betreuung mit Hilfe von Drittpersonen und Betreuungsinstitutionen organisieren. Entsprechend arbeiten weibliche Doktorierte mit Kindern auch häufig Teilzeit, ihre Partner ändern das Erwerbsverhalten jedoch nur gering und sind weiterhin oft Vollzeit erwerbstätig. Im Gegensatz dazu reduzieren die Partnerinnen der männlichen Doktorierten auf Teilzeit oder unterbrechen ihre Berufstätigkeit ganz, während die Männer weiterhin meist Vollzeit arbeiten. Die zeitliche Verfügbarkeit der Mütter für wissenschaftliche Tätigkeiten ist deshalb stärker eingeschränkt als jene der Väter, was bei Müttern zu habituellen Verunsicherungen führen kann, ob sie die Anforderungen einer wissenschaftlichen Laufbahn bewältigen und sich gegenüber männlichen Konkurrenten durchzusetzen vermögen.
Bei beiden Geschlechtern führen Kinder zu zeitlichen Verzögerungen und tieferen Erfolgschancen bei ihrer ersten eigenen Antragstellung an den SNF (Projektförderung, SNF-Förderungsprofessur). Kinder stehen im Weiteren sowohl für Frauen wie für Männer in einem negativen Zusammenhang mit dem Verbleib in der Wissenschaft und der wissenschaftlichen Weiterqualifikation (Habilitation, Postdoc). Sie erschweren die Vernetzungsaktivitäten ins Ausland und verkleinern die Wahrscheinlichkeit eines Auslandaufenthalts.
Durch die Tabuisierung der sozialen Einbindung in Partnerschaft und Familie innerhalb der Wissenschaft avanciert die ununterbrochene und unbeschränkte zeitliche Verfügbarkeit zum letztlich entscheidenden Exzellenzkriterium und damit zum Konkurrenzvorteil der Kinderlosen gegenüber Eltern, der Väter in traditioneller Rollenteilung gegenüber Vätern, welche eine partnerschaftliche Rollenteilung leben, und generell der Väter gegenüber den Müttern. Dies kann nicht das Ziel wissenschaftlichen Qualitätsstrebens sein. Es müsste selbstverständlich sein, dass Partner oder Partnerin und auch Kinder zu einer wissenschaftlichen Laufbahn dazugehören wie zu jedem anderen Beruf auch.

Mobilität und Internationalität
Wissenschaftliche Arbeitsmärkte sind international ausgerichtet. Auch im schweizerischen Wissenschaftsbereich ist geografische Mobilität (Incoming, Outgoing, Returning) ein wichtiges Strukturmerkmal. Die akademische Zuwanderung von wissenschaftlichem Nachwuchs aus dem Ausland hat seit den 1990er Jahren stark zugenommen. Vor allem in den Exakten und Naturwissenschaften sowie in den Technischen Wissenschaften führt diese Incoming Mobilität zu einem merkbaren Anstieg des Frauenanteils unter den Doktorierten, in der Medizin/Pharmazie zu einem Anstieg des Frauenanteils bei den Habilitationen.
Wird die Outgoing Mobilität auf geschlechtsspezifische Merkmale hin untersucht, finden sich auf den ersten Blick für die Phase fünf Jahre nach dem Doktorat keine Hinweise auf Geschlechterunterschiede. Gleich viele Frauen wie Männer sind für einen Forschungsaufenthalte im Ausland gewesen. Was die Outgoing Mobilität jedoch beeinflusst und geschlechtsspezifische Momente aufweist, ist die soziale Einbindung in Partnerschaft und Familie. Viele Männer wie Frauen sind nicht bereit, mittel- oder längerfristig auf das Zusammenleben mit dem Partner beziehungsweise der Partnerin zu verzichten. Kinder und geplante Familiengründung verkomplizieren Mobilitätspläne nochmals. Wer Kinder hat, geht mit geringerer Wahrscheinlichkeit ins Ausland. Wer geografisch mobil ist, verzichtet (vorläufig) auf Kinder.
Die Ausgangslage ist für Männer aber nicht dieselbe wie für Frauen. Männer haben eher die Möglichkeit, eine wissenschaftliche Laufbahn mit geografischer Mobilität zu verbinden, ohne längerfristig auf eine Partnerschaft oder die Gründung einer Familie zu verzichten. Frauen stehen häufiger vor dem Dilemma, bei der von ihnen geforderten Flexibilität nicht auf einen Partner zählen zu können, der seine berufliche Laufbahn auf die Anforderungen der wissenschaftlichen Laufbahn seiner Partnerin abstimmt. Weibliche Nachwuchsforschende passen deshalb Mobilitäts- und Familienpläne aneinander an, schränken sie zeitlich und räumlich ein oder verzichten ganz auf wissenschaftliche Mobilität.
Die meisten Nachwuchsforschenden, insbesondere BildungsinländerInnen, möchten nach einem Auslandaufenthalt zurückkehren und streben mittelfristig eine feste Stelle in der Schweiz an (Returning Mobilität). Sie sind aber damit konfrontiert, dass der wissenschaftliche Arbeitsmarkt in der Schweiz sehr klein ist. Wenn der Partner oder die Partnerin sich ebenfalls auf einer wissenschaftlichen Laufbahn befindet, ist die Planung einer gemeinsamen Wissenschaftslaufbahn (Dual Career) eine kaum noch lösbare Angelegenheit. Das Returning nach einem Forschungsaufenthalt ist im Weiteren nicht für alle Forschenden gleich gut abgesichert. Es ist davon auszugehen, dass Frauen vor dem Hintergrund ihrer geringeren Förderung und ihrer – wie andere Studien zeigen – selteneren Beschäftigung auf Hochschulstellen mehr Unsicherheiten zu bewältigen haben, was die Rückkehr nach einem Forschungsaufenthalt betrifft.

Publikationsoutput
Weibliche Forschende weisen in den fünf Jahren nach dem Doktorat einen zahlenmässig signifikant geringeren Publikationsoutput aus als männliche Nachwuchswissenschaftler. Im Durchschnitt haben sie nur rund zwei Drittel so viele Publikationen vorzuweisen wie Männer. Dieses Resultat deckt sich mit einer langen Reihe von Forschungsergebnissen zu dieser Thematik. Da die Länge der Publikationsliste einer der wichtigsten Leistungsindikatoren im Wissenschaftsbereich ist und bei Stellenbewerbungen und Antragstellungen relevant wird, ist der kleinere Publikationsoutput von Frauen ein Faktor, der es ihnen erschwert, sich im Konkurrenzkampf um Hochschulstellen und Forschungsgelder gegenüber männlichen Konkurrenten durchzusetzen.
Es gibt jedoch in unseren Untersuchungen keine Hinweise, dass dieses Resultat auf ein grundsätzlich geringeres Engagement oder ein eingeschränkteres wissenschaftliches Interesse von Frauen zurückzuführen wäre. Auch Kinder haben keinen negativen Einfluss auf die Publikationsrate der Frauen, trotz grösserer Betreuungspflichten und geringerer Unterstützung durch den Partner. Das Resultat ist vielmehr mit der schlechteren Integration der Frauen in die wissenschaftlichen Kontaktnetze und ihrer geringeren Unterstützung durch MentorInnen zu erklären, ohne die das Erbringen von wissenschaftlicher Leistung und der Zugang zu Publikationsgefässen nicht möglich ist.

Handlungsbedarf
Dieser Bericht hat keine geschlechtsspezifischen Benachteiligungen in der Forschungsförderung des SNF festgestellt. Gerade vor dem Hintergrund dieses vermutlich auf bereits erfolgte Gleichstellungsbemühungen zurückgehenden Resultats ist der SNF heute gefordert, seinen wachsenden Einfluss bei der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Schweiz mit derselben Sensibilität wahrzunehmen. Der SNF kann als ein Akteur unter anderen mithelfen, im Sinne einer echten Exzellenzförderung bestehende geschlechtsspezifische Hindernisse in wissenschaftlichen Laufbahnen auszuräumen. Handlungsbedarf besteht aus Sicht unserer Untersuchungsresultate vor allem in den folgenden Punkten:
Erhöhung des Doktorandinnen-Anteils: Das ProDoc-Programm und die Projektförderung des SNF können zu einer Erhöhung des Frauenanteils genutzt werden.
Nachwuchsförderung einfordern: Der SNF kann mittels seiner Förderkriterien Standards in der Gesuchsvergabe setzen. Insbesondere in der Projektförderung könnten gesuchstellende HochschullehrerInnen dazu verpflichtet werden, ihre bisherige Förderpraxis, auch hinsichtlich der Frauenförderung (Qualifizierungsarbeiten, Kongressteilnahmen, Publikationen, Mobilität u.a. des Nachwuchses) sowie die für das eingereichte Forschungsprojekt geplante Nachwuchsförderung darzustellen. Diese Förderpraxis würde in die Gesamtbeurteilung eines Antrages einfliessen.
Vereinbarkeit von Forschung und Familie: Die Förderpolitik des SNF müsste auch andere Laufbahnmodelle als das ununterbrochene, hohe zeitliche Verfügbarkeit und Mobilität garantierende, vor allem Männer und Kinderlose bevorzugende Karrieremodell anerkennen. Wichtig wäre, dass er explizit die mit einer Familiengründung einhergehenden zeitlichen und geografischen Einschränkungen in seiner Förderpraxis (z.B. bei der Beurteilung wissenschaftlicher Leistungen bei Antragstellungen) berücksichtigt, indem er die Antragstellenden auffordert, diese Einschränkungen zu deklarieren. Damit würde er auch zur Enttabuisierung familiärer Verpflichtungen im Wissenschaftsbereich beitragen.
Laufbahnorientierung stärken: Der SNF kann StipendiatInnen und Projektmitarbeitenden karrierebezogenes Knowhow, Erfahrungsaustausch und Vernetzungstreffen anbieten.
Vermeidung von Desintegration bei der Forderung und Förderung von internationaler Mobilität: Der SNF hätte die Möglichkeit, die internationale Mobilität – auch von Wissenschaftlerpaaren – so zu fördern, dass Frauen (und Männer) dabei unterstützt werden, Laufbahn, Familie und Partnerschaft zu vereinbaren. Dazu müssten die Förderungen planbarer, gewisse auch längerfristiger und finanziell so ausgerichtet sein, dass Kinder einfacher fremdbetreut werden können. Daneben bleiben alternative Förderformen im Inland wichtig, wie die Beiträge des Marie Heim-Vögtlin-Programms oder das neue Programm Ambizione.
Vermeidung der Abdrängung von Frauen aus der universitären Forschung: Durch den nicht vorhandenen geografischen Mobilitätszwang, die grössere Stellensicherheit und die geringeren laufbahnspezifischen Leistungsanforderungen an Fachhochschulen besteht eine gewisse Gefahr, dass Frauen in Zukunft stärker aus den Universitäten abgedrängt werden und an Fachhochschulen abwandern. Der SNF kann auf diese Gefahr reagieren, indem er die Durchlässigkeit der beiden Systeme hinsichtlich seiner Förderpraxis durch einheitliche Kriterien gewährleistet und möglichst keine Förderinstrumente schafft, die grundsätzlich nur für die Universitäts- oder die Fachhochschulseite zugänglich sind.
Verbesserung der Datenlage und des Controllings im Bereich der Nachwuchsförderung: Das Gesuchsadministrationssystem beim SNF sollte in Zukunft die Gesuche so erfassen, dass validere statistische Auswertungen möglich sind.
Weiterer Forschungsbedarf: Die Situation und die Entwicklungswege von zeitweise vom SNF geförderten Nachwuchsforschenden (StipendiatInnen und Projektmitarbeitende) könnten geschlechtsspezifisch differenziert evaluiert werden. Sinnvoll wäre es auch, mittels Langzeitstudien (in Kooperation mit dem Bundesamt für Statistik) Berufskarrieren in der Wissenschaft über längere Zeiträume und regelmässig zu beobachten.
Weitere Gleichstellungsanstrengungen im SNF: Im Feld der Wissenschaft ist die Gleichstellung der Geschlechter längst nicht realisiert, deshalb wird auch der SNF als wichtiger Akteur der Nachwuchs- und Forschungsförderung sich weiterhin mit der Gleichstellungsthematik zu befassen haben. Es könnte sich als äusserst kontraproduktiv erweisen, jetzt auf den Lorbeeren der ersten Erfolge ausruhen zu wollen.
Methods (description)
Die geplante Untersuchung beleuchtet das Ausmass und die Gründe für die geschlechtsspezifischen Verlustraten mit fünf verschiedenen Bausteinen aus unterschiedlichen Perspektiven und durch die Verbindung von qualitativen mit quantitativen Methoden. Die Zielgruppe, welche untersucht wird, sind Nachwuchswissenschaftler/innen (Doktorand/innen, Postdoktorand/innen, Habilitand/innen).

Baustein 1: Auswertungen Schweizerisches Hochschulinformationssystem (SHIS)
Projektleitung: BASS/Projektbearbeitung: BASS
Mit den Statistiken des Schweizerischen Hochschulinformationssystems (SHIS) werden anhand von auf Individualdaten basierenden Verlaufsanalysen die geschlechtsspezifischen Verlustraten in der Promotions- und Habilitationsphase sowie die durchschnittliche Dauer bis zur Promotion bzw. Habilitation für die letzten zwei Jahrzehnte berechnet. Im Weiteren wird eine Quantifizierung der Zuwanderung von ausländischen Doktorand/innen an die universitären Hochschulen der Schweiz möglich sein.

Baustein 2: Zusatzmodul und Auswertungen der Befragung der Hochschulabsolventen des Jahres 2002 (Panel 2003/2007)
Projektleitung: PHZH/Projektbearbeitung: PHZH, BFS
Die Doktorierten des Jahres 2002, die in einer Erstbefragung im Jahre 2003 teilgenommen haben, werden im Frühjahr 2007 zum zweiten Mal zu ihren Berufsverläufen und -erfahrungen befragt. In dieser Fragebogenerhebung wird ein Zusatzmodul eingefügt, in welchem die für eine wissenschaftliche Laufbahn zentralen Themen abgefragt werden (u.a. wissenschaftlicher Qualifizierungsprozess und Forschungstätigkeit, wissenschaftliche Integration und Unterstützung, wissenschaftliche Leistungen etc.). Insbesondere werden die Nachwuchsforschenden dazu befragt werden, welche Anträge sie bei der Personen- und Projektförderung des SNF stellten und in welchem Ausmass sie bisher vom SNF in ihrer Laufbahn finanziell unterstützt wurden. Mit optimal matching analysis wird es einerseits möglich sein, wissenschaftliche Laufbahnen zu beschreiben, andererseits sind mit den Methoden der event history analysis erklärende Untersuchungen zu den geschlechtsspezifischen Verlustraten und der Rolle des SNF in wissenschaftlichen Laufbahnen möglich.

Baustein 3: Auswertungen des Gesuchadministrationssystems (GA) SNF
Projektleitung: BASS/Projektbearbeitung: BASS
Mit der Analyse des Gesuchadministrationssystems des SNF werden geschlechtsspezifische Personen- und Antragsprofile bei der Ersteingabe eines NF-Projektförderungsgesuchs (als verantwortliche Gesuchssteller/in oder Mitgesuchssteller/in) erstellt. Vertiefte statistische Analysen mit der Methode des propensity score matching sollen allfällige geschlechtsspezifische Differenzen in den SNF-Antragsbiografien eruieren.

Baustein 4: Inhaltsanalyse der Gesuchsdossiers des SNF
Projektleitung: BASS/Projektbearbeitung: BASS
Für ausgewählte Gruppen von erfolgreichen und nicht erfolgreichen Gesuchsstellenden werden die in den Gesuchsdossiers des SNF greifbaren Curriculae (CVs) und Publikationslisten systematisch erfasst und ausgewertet (quantifizierende Aktenanalyse), um weitere geschlechtsspezifische Differenzen in den Personenprofilen zu erfassen.

Baustein 5: Vertiefende Interviews
Projektleitung: PHZH/Projektbearbeitung: PHZH
Vertiefende Interviews (N = 45) mit Nachwuchsforschenden, welche zum Sample von Baustein 2 und 3 gehören. Konstruktionsprozess wissenschaftlicher Laufbahnen aus einer subjektiven Perspektive: Interpretativ ausgewertet werden die subjektiven Erfahrungen und Deutungen der bisherigen Laufbahnen von Nachwuchsforschenden. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie die befragten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Zustandekommen ihrer eigenen wissenschaftlichen Laufbahn deuten, welche Relevanz dabei verschiedenen Faktoren, insbesondere auch der Forschungsförderung zugesprochen wird, und welche Faktoren für die Integration beziehungsweise den Ausschluss von Frauen als mitverantwortlich gesehen werden.
Erhebungsverfahren: Akten- und Dokumentenanalyse standardisiert, Qualitatives Interview, Auswertungen nach Grounded Theory, Standardisierte Befragung schriftlich, Sekundäranalyse von Individualdaten
Methods (instruments)
Publications
  • Leemann, Regula Julia; Boes, Stefan. 2015. Transnational Academic Mobility from the Perspective of Gender Inequality: Researcher Flows and Knowledge Construction in Europe. In: Lawn, Martin und Romuald Normand (Eds.): Shaping of European Education: interdisciplinary approaches. Abingdon: Taylor & Francis: p. 201–220.
  • Leemann, Regula Julia; Boes, Stefan. 2012. Institutionalisierung von Mobilität und Internationalität in wissenschaftlichen Laufbahnen: Neue Barrieren für Frauen auf dem Weg an die Spitze?. In: Beaufaÿs, Sandra; Engels, Anita, Kahlert, Heike (Hrsg.): Einfach Spitze? Neue Geschlechterperspektiven auf Karrieren in der Wissenschaft, 174-203. Frankfurt a.M., New York: Campus.
  • Leemann, Sandra; Boes, Stefan. 2012. Katalysatoren und Handicaps wissenschaftlicher Karrieren von Frauen. In: Blättel-Mink, Birgit; Franzke, Astrid; Wolde, Anja (Hrsg.): Neue Karrierewege für Frauen an der Hochschule? Sulzbach: Ulrike Helmer Verlag. S. 123-142.
  • Boes, Stefan; Leemann, Regula Julia. 2010. Scientific Achievements of Young Researchers: Does Funding Make a Gender Difference?. In: Regula Julia Leemann, Heidi Stutz (Hrsg.), Forschungsförderung aus Geschlechterperspektive. Zugang, Bedeutung und Wirkung in wissenschaftlichen Laufbahnen. Zürich: Rüegger, S. 111-134.
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  • Leemann, Regula Julia; Keck, Andrea; Boes, Stefan. 2010. Fünf Jahre nach dem Doktorat - Geschlechtereffekte bezüglich Antragsaktivität in der Forschungsförderung und Verbleib in der Wissenschaft. In: Regula Julia Leemann, Heidi Stutz (Hrsg.), Forschungsförderung aus Geschlechterperspektive. Zugang, Bedeutung und Wirkung in wissenschaftlichen Laufbahnen. Zürich: Rüegger, S. 85-109.
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  • Leemann, Regula Julia; Stutz, Heidi. 2010. Forschungsförderung aus Geschlechterperspektive - Zugang, Bedeutung und Wirkung in wissenschaftlichen Laufbahnen. Zürich: Rüegger Verlag.
  • Leemann, Regula Julia; Dubach, Philipp; Boes, Stefan. 2010. The Leaky Pipeline in the Swiss University System: Identifying Gender Barriers in Postgraduate Education and Networks Using Longitudinal Data. In: Swiss Journal of Sociology, Special Issue on Social Science Research with Panel Data in Switzerland, 36(2): S. 299-323. Online: http://www.sgs-sss.ch/upload/other/revue/revue_36_2_2010.pdf
  • Stutz, Heidi; Guggisberg, Jürg. 2010. Ungleicher Zugang zu Mitteln der Forschungsförderung?. In: Regula Julia Leemann, Heidi Stutz (Hrsg.), Forschungsförderung aus Geschlechterperspektive. Zugang, Bedeutung und Wirkung in wissenschaftlichen Laufbahnen. Zürich: Rüegger, S. 63-83.
  • Leemann, Regula Julia; Boes, Stefan; Da Rin, Sandra. 2009. The 'Leaky Pipeline' in Switzerland: What is causing women to drop out of academic research and careers at senior levels in Switzerland?. Paper presented at the 2nd International RESUP Conference on "Inequalities in Higher Education and Research" Lausanne, 18th - 20th of June 2009. Conference organised by the Study Network on Higher Education (RESUP), in partnership with the Observatory for Science, Policy and Society (OSPS), Faculty of Social and Political Sciences (SSP) and University of Lausanne (UNIL). Online: http://www.resup.u-bordeaux2.fr/manifestations/colloque%20international%20Lausane%202009/Actes%20T5.pdf
  • Widmer, Maya; Leemann, Regula Julia; Stutz, Heidi; Schönfisch, Katrin. 2008. Cooling Out? Gender and Research in Switzerland. In: Grenz, Sabine, Beate Kortendiek, Marianne Kriszio, Andrea Löther (Hrsg.): Gender Equality Programmes in Higher Education. International Perspectives. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften: S. 45–52.
Unpublished documents
  • Dubach, Philipp. 2008. "Leaky pipelines" im Längsschnitt: Auswertungen des Schweizerischen Hochschulinformationssystems (SHIS). Teilbericht 1 der GEFO-Studie. Bern: BASS. Auf Anfrage beim SNF, Maya Widmer erhältlich.
  • Stutz, Heidi; Guggisberg, Jürg; Strub, Silvia. 2008. Auswertungen des Gesuchsadministrationssystems des SNF. Teilbericht 3 der GEFO-Studie. Bern: BASS. Auf Anfrage beim SNF, Maya Widmer erhältlich.
  • Leemann, Regula Julia; Da Rin, Sandra; Gürber, Susan. 2008. Zur Konstruktion wissenschaftlicher Laufbahnen - Katalysatoren, Unsicherheiten und Internationalität. Ergebnisse aus den vertiefenden Interviews. Teilbericht 5 der GEFO-Studie. Zürich: Pädagogische Hochschule Zürich. Auf Anfrage beim SNF, Maya Widmer erhältlich.
  • Leemann, Regula Julia; Stutz, Heidi. 2008. Geschlecht und Forschungsförderung (GEFO). Synthesebericht zu Handen des SNF. Bern: SNF, 2008. Online: http://www.snf.ch/SiteCollectionDocuments/Web-News/news_081125_Synthesebericht_GEFO.pdf
  • Leemann, Regula Julia; Keck, Andrea; Boes, Stefan. 2008. Fünf Jahre nach dem Doktorat - Integrations- und Ausschlussprozesse in den wissenschaftlichen Laufbahnen der Doktorierten. Auswertungen der Hochschulabsolventenstudie des BFS. Teilbericht 2 der GEFO-Studie. Zürich: Pädagogische Hochschule Zürich. Auf Anfrage beim SNF, Maya Widmer erhältlich.
  • Stutz, Heidi; Fuchs, Gesine; Guggisberg, Jürg; Dubach, Philipp. 2008. Inhaltsanalyse der Gesuchsdossiers des SNF Teilbericht 4 der GEFO-Studie. Bern: BASS. Auf Anfrage beim SNF, Maya Widmer erhältlich.
Financed by


Mandating institution(s)
  • Schweizerischer Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung - SNF, Wildhainweg 3, Postfach 8232, 3001 Bern
Study type
Data availability
Source (Updates) Web
Date created 20.12.2015
Date modified 21.04.2016
Start - End date 01.10.2006 - 28.11.2008