Details
Study title
AIDS in the consciousness of the population
Ref study 1083
Study language German
Contributing institutions
Authors
Keywords
  • AIDS
  • Diskriminierung
Disciplines
Period
Geographical space
Schweiz
Country
  • Switzerland
Abstract
The study looked at the question of possible stigmatization and discrimination against HIV-infected persons. The main question was the extent to which discrimination against AIDS patients is due to the disease itself or to the social category to which the person concerned belongs and which factors promote discrimination. A representative cross-section of the Swiss population was questioned about their knowledge about AIDS, disease transmission risks and social strategies for dealing with AIDS.
Results
Zwischen beiden Krankheiten sowie zwischen den Varianten gibt es merkliche Unterschiede. Der Krebskrankheit begegnet man durchwegs positiv, wohingegen die Varianten "aidskranke(r) Drogenbenützerin" und "aidskranker Homosexueller" einer deutlichen Geringschätzung ausgesetzt sind.
Diskriminierungsbereite Personen unterscheiden sich am stärksten von anderen Personen durch ihre autoritäre Pertsönlichkeitsstruktur. Daneben waren folgende Merkmale mit Diskriminierungsbereitschaft verknüpft: männliches Geschlecht, geringes Wissen um Übertragungswege, Wohnort Tessin, Nichtkennen einer HIV-infizierten Person, zwischenmenschliches Misstrauen und erhöhtes Selbstwertgefühl.
Die Analyse der vermuteten Auswirkung von Aids auf verschiedene gesellschaftliche Bereiche und Werte ergab kein einheitliches Bild.
Methods (description)
Grundgesamtheit: Schweizer und Schweizerinnen im Alter zwischen 20 bis 70 Jahren.
Datenerhebung: 1) Befragung mittels eines standardisierten Interviews 2) Semantisches Differential: den befragten Personen wurde eine Fallgeschichte von einem an Aids erkrankten Mann vorgegeben, der entwender homosexuell, heterosexuell, ein Drogenabhängiger oder ein Bluter war. Auf der Grundlage eines semantischen Differentials erfolgte eine mehrdimensionale Einschätzung des HIV-infizierten Mannes. Parallel dazu wurde eine ähnliche Fallgeschichte über einen krebskranken Mann vorgelegt.
Auswahlverfahren: 1) Ziehung einer Gemeindestichprobe gemäss "Berner Stichprobenplan" 2) Ziehung einer Haushaltstichprobe aus dem Telefonregister 3) Bestimmung der Zielpersonen nach Alters- und Geschlechtsquota je Landesteil.
Zeitbezug: April bis Dezember 1990
Anvisierte Stichprobengrösse: 5005
Erzielte Stichprobengrösse: 2515
Antwortquote: 50.2%
Datenerhebung durch: IPSO, Zürich
Analysemethoden (hauptsächlich): Einige Variablen entspringen der Faktorenanalyse. Andere ergeben sich aus einem einzelnen, dichotomen oder ordinalen Item. Für die Ermittlung der Häufigkeit wurden bi- und multivariate statistische Analysen vorgenommen (Beispiel: Faktorenanalyse, multivariate Varianzanalyse, multiple Regressionsanalyse)
Methods (instruments)
Publications
  • Hornung, Rainer; Gutscher, Heinz. 1994. Gesundheitspsychologie: Die sozialpsychologische Perspektive. Lehrbuch der Gesundheitspsychologie, Hrsg: Schwenkmezger/Schmidt, Ferdinand Enke Verlag, Stuttgart, S. 65-87.
  • Hornung, Rainer; Helminger, Andrée; Hättich, Achim. 1994. Aids im Bewusstsein der Bevölkerung. Stigmatisierungs- und Diskriminisierungstendenzen gegenüber Menschen mit HIV und Aids. Herausgegeben von Dominique Hausser. Serie "Psychosoziale und kulturelle Aspekte von Aids" Band 2, Verlag Stämpfli+Cie AG Bern, 1994, 189 S..
  • Hornung, Rainer; Helminger, Andrée; Hättich, Achim. 1992. Aids im Bewusstsein der Bevölkerung. Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich, Psychologisches Institut, Abteilung Sozialpsychologie der Universität Zürich, Zürich, 1992.
Financed by
Study type
Data availability
Source (Updates) Web
Date created 04.09.2017
Date modified 04.09.2017
Start - End date 01.09.1989 - 28.03.1992