Details
Study title
Survey on diversity and coexistence in Switzerland (pilot project)
Ref study 12012
Study language German
Contributing institutions
Authors
Keywords
  • Rassismus
  • Rassistische Diskriminierung
Disciplines
Period
2010 - 2014
Geographical space
Schweiz
Country
  • Switzerland
Abstract
In a pilot phase of five years (2010-2014), a population survey was carried out every two years for a representative number of Swiss and foreigners living in Switzerland, in order to develop an instrument and test it for its suitability. This pilot phase was completed with the third survey of spring 2014. At the beginning of 2015, the Pilot Survey on diversity and coexistence in Switzerland 2014 was finally evaluated and it was decided to transfer the instrument definitively into the omnibus surveys of the Federal Statistical Office.

In the context of cultural diversity, the Survey on diversity and coexistence in Switzerland aims to present an accurate picture of the issues raised by the coexistence of different groups currently living in Switzerland. It collects information on the acceptance, rejection and integration of certain groups of the population. The survey also allows monitoring of trends in society in several areas such as racism, xenophobia, hostility – in particular towards Muslims, black people and Jews – or discrimination. The data collected are used to observe social change and to make detailed analyses. They help to guide policies on social cohesion, integration and anti-discrimination.
Results
Methods (description)
Die Umfrage bezog die gesamte Wohnbevölkerung der Schweiz ab 14 Jahren als Grundgesamtheit in die Befragung ein. Die Festsetzung der Altersgrenze 14 Jahre erlaubte eine umfassende Erfassung des Potentials fremdgruppendiskriminierender Einstellungen, wobei auch Jugendliche berücksichtigt wurden. Unter 14-Jährige hingegen wurden nicht befragt, da sich hier einerseits forschungsethische Fragen stellen und andererseits die Zuverlässigkeit von Umfragedaten bei Kindern eher anzuzweifeln ist. Die gesamte Wohnbevölkerung als Grundgesamtheit schloss die Befragung von in der Schweiz wohnhaften Personen ausländischer Herkunft mit ein. Dabei sind EinwohnerInnen mit ausländischer Staatsangehörigkeit, in der Stichprobe, überproportional zu ihrem Bevölkerungsanteil vertreten, damit auch über diese Gruppe mit genügender statistischer Genauigkeit Aussagen zu Rassismus gemacht werden können. Konkret wurde für die Nationalität folgenden Quote festgelegt: 1000 SchweizerInnen und 700 AusländerInnen. Für Aussagen über die Gesamtheit der Schweizer Wohnbevölkerung wurde die Gruppe der AusländerInnen entsprechend ihrer realen Häufigkeit in der Wohnbevölkerung zurückgewichtet. Die zu befragende Stichprobe wurde repräsentativ auf die deutsch-, französisch- und italienischsprachigen Regionen der Schweiz verteilt. Befragt wurden nur Personen, die sich in einer der drei Landessprachen (Deutsch, Französisch und Italienisch) befragen liessen. Aus dieser Grundgesamtheit wurde eine nach den drei Hauptlandessprachen, den Geschlechtern und dem Alter quotierte repräsentative Zufallsstichprobe von insgesamt 1'700 Personen gezogen. Bei der Stichprobenbildung wurde jeweils ein maximales Oversampling von 5 Prozent vorgegeben. Aufgrund der Befragungslänge von über 50 Minuten wurde für die Pilotphase die Methode der Face-to-Face-Befragung gewählt. Dabei wurde eine gemischte Zufalls-/Quoten-Stichprobe gezogen: Die Ortsauswahl geschah aufgrund eines jeweils aktuellen Ortsver-zeichnisses des öffentlichen statistischen Amtes. Dabei wurden die Ortschaften nach ihrer Einwohnerzahl gewichtet, so dass alle Individuen die gleiche Chance hatten, befragt zu werden. Die Personenauswahl in den nach obiger Beschreibung ermittelten Befragungszentren erfolgte nach einem Quotenverfahren, welches repräsentative Vorgaben für das Geschlecht, Alter und den Erwerb machte. In jedem Befragungszentrum wurden 17 Interviews durchgeführt. Diese Methode verhindert, dass BefragerInnen direkt an ihrem Wohnort bzw. in ihrem Bekanntenkreis die Interviews realisieren. Damit wird der wichtigste Qualitätseinwand gegen mündliche Quoten-Befragungen aufgefangen.

Erhebungsverfahren: Standardisierte Befragung face to face
Erhebungseinheiten: Wohnbevölkerung der Schweiz.
Auswahlverfahren: Stichprobentyp. Strassenaquisition. Randomstichprobe für Befragungsorte, Quotenstichprobe für Befragte (Nationalität, Alter, Geschlecht interlocked). Geschichtet nach Sprachregion.
Anzahl Untersuchungseinheiten:
Insgesamt: 1773 (2010), 1750 (2012), 1718 (2014)
SchweizerInnen: 1001 (2010), 999 (2012), 1003 (2014)
AusländerInnen: 772 (2010), 751 (2012), 715 (2014) für die Auswertung gemäss realer Bevölkerungsverteilung gewichtet
Untersuchungsdesign: 3 Befragungswellen: März - Mai 2010; März - Mai 2012; März - Mai 2014.
Durchführung der Feldarbeit: Die jeweils rund 60 für die Erhebungsarbeit ausgewählten Personen (BefragerInnen und SupervisorInnen) gehören zum Stamm der rund 200 BefragerInnen von gfs.bern. Sie verrichteten die Befragungsarbeit vor Ort. Im Schnitt realisierte jede(r) InterviewerIn rund 28 Interviews. Dies hat sich als sinnvolle Grösse erwiesen, bei welcher der denkbare Einfluss der BefragerInnen und die Effizienz der Projektabwicklung im Gleichgewicht gehalten werden können. Alle Interviews wurden nachträglich bewertet. Diese Bewertung floss in die Beurteilung der Arbeit ein, die eine Komponente der Entlöhnung darstellt. Dies optimierte das Interesse der BefragerInnen, eine qualitativ gute Arbeit abzuliefern. Die Kontrollen während den Interviews erfolgten durch die Feldchefin resp. ihren Stellvertreter. Es ergaben sich keine nennenswerten inhaltlichen Probleme.
Methods (instruments)
Replicated study No
Publications
  • Longchamp, Claude; Imfeld, Martina; et al., . 2014. Verbreitung und Entwicklung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Muslimfeindlichkeit und Judenfeindlichkeit. Schlussbericht zur Studie "Zusammenleben in der Schweiz 2010-2014". Studie im Auftrag der Fachstelle für Rassismusbekämpfung. Bern, Dezember.
  • Longchamp, Claude; Imfeld, Martina; et al., . 2014. Kurzbericht «Zusammenleben in der Schweiz 2010-2014», Verbreitung und Entwicklung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Muslimfeindlichkeit und Judenfeindlichkeit. Studie im Auftrag der Fachstelle für Rassismusbekämpfung. Bern, Dezember.
Financed by


Mandating institution(s)
  • Eidg. Departement des Innern - EDI, Generalsekretariat, Fachstelle für Rassismusbekämpfung - FRB, Inselgasse 1, 3003 Bern
Ethical approval No
Study type
Data availability
Source (Updates) Web
Date created 17.10.2017
Date modified 17.10.2017
Start - End date 01.01.2010 - 28.02.2015