Details
Study title
Security 2010. The Trend of Opinions on Foreign, Security, and Defense Policy
Ref study 10159
Study language German
Contributing institutions
Authors
Keywords
  • Armée
  • Aussenpolitik
  • Sicherheitspolitik
  • Neutralität
  • Sicherheit
  • Vertrauen
  • Verteidigung
Disciplines
Period
2010
Geographical space
Schweiz
Country
  • Switzerland
Abstract
Since 1989, the Military Sociology Lectureship of the Military Academy at ETH Zurich and the Center for Security Studies of ETH Zurich have regularly carried out the representative surveys "Security" on the perception of national security issues in the broadest sense. The aim of these surveys is to identify trends and tendencies in terms of the general sense of security and threat, the trust in institutions and authorities, the degree of willingness to engage in foreign policy and security cooperation, neutrality in general and various conceptions of neutrality, the attitude to the military national defense, and the interest in the security policy. In addition to a core of questions that are always or irregularly asked, questions are also asked each year on current security issues. In 2010 these were: approval of security and defense policy objectives, general attitude to foreign missions and levels of engagement of the Swiss Army in the field of peacebuilding, prestige and military cadre training, general attitude to civil service, acceptance of military traditions.
Results
Allgemeines Sicherheitsempfinden:
Im Vergleich zum Vorjahr fühlen sich SchweizerInnen leicht weniger sicher und weniger optimistisch betreffend der näheren Zukunft der Schweiz und der Welt. Die persönliche Sicherheit und die Zukunft der Schweiz werden im langjährigen Vergleich aber immer noch als sehr sicher wahrgenommen. Bei der zukünftigen Entwicklung der Weltlage glaubt jeder Zweite, diese bleibe so wie sie jetzt ist.

Vertrauen in Institutionen:
Die Rangierung bleibt unverändert: Hohes Vertrauen in Polizei und Justiz, mittleres in Bundesbehörden, Armee und Wirtschaft, geringes in Medien und Parteien. Mit der Ausnahme des Bundesrates und des eidgenössischen Parlaments wird allen anderen Institutionen wieder stärker vertraut. Vor allem der Bundesrat und etwas weniger das Parlament haben gegenüber dem letzten Jahr stark an Vertrauen eingebüsst.

Autonomismus und Öffnungsbereitschaft:
2010 geben sich die SchweizerInnen unverändert öffnungsbereit bei anhaltendem Wunsch nach maximaler nationaler Autonomie: Der bilaterale Weg mit der EU geniesst nach wie vor grossmehrheitliche Zustimmung. Die stark verbreitete Skepsis gegenüber einer politischen Annäherung an die EU und die Nato bleibt konstant. Die Zustimmung zu einer Mitgliedschaft in der EU oder der Nato bewegt sich weiterhin auf tiefem Niveau. Die Gutheissung der Uno zeigt sich stabil und die Befürwortung einer internationalen Kooperation ohne souveränitätsmindernde institutionelle Bindung befindet sich wie bis anhin im Mehrheitsbereich.

Neutralität:
Eine Abschaffung der Schweizer Neutralität bleibt undenkbar. 2010 wird die Neutralität trotzdem leicht kritischer beurteilt als 2009, denn der Glaube an die sicherheitspolitische Wirkung der Neutralität, der 2009 besonders verbreitet war, wird weniger häufig geteilt. Deutlich zugenommen hat gleichzeitig die Wahrnehmung, dass die nationale Sicherheit immer mehr von anderen Staaten bestimmt wird. Weiterhin sehr hohe Befürwortung erfahren die Solidaritäts- und Identitätsfunktion der Neutralität.

Armee:
Wieder mehr Vertrauen und Unterstützung, aber weiterhin keine Einigkeit: Dreiviertel der Bevölkerung halten die Armee für notwendig und möchten eine gut ausgerüstete und ausgebildete Armee. Beinahe jeder zweite Befragte hält die Armee aber immer noch für zu gross. In Bezug auf das Verteidigungsbudget erfährt die Armee wie 2009 mehr Unterstützung durch die Bevölkerung als in den Vorjahren. Das Vertrauen in die Armee ist nach dem letztjährigen Rückgang wieder gestiegen, liegt aber immer noch leicht unter dem langjährigen Mittel. Der gesellschaftliche Prestigewert einer Milizkarriere hat zwar im langfristigen Trend abgenommen, doch erlebt diese 2010 wieder eine Besserbewertung. Miliz- und BerufsarmeeanhängerInnen teilen sich in etwa zwei gleich grosse Lager, wobei das Milizmodell mehr Rückhalt geniesst. Insgesamt: Ja zu einer Armee, in der Frage des Umfangs und der Ausgestaltung bleibt die Bevölkerung aber gespalten.

Auslandeinsätze:
Die Auslandeinsätze der Schweizer Armee werden bei anhaltender Skepsis knapp mehrheitlich befürwortet. In Bezug auf verschiedene Kriterien der Auslandeinsätze der Schweizer Armee ist die Schweizer Bevölkerung uneins: Sowohl was Umfang, Waffengebrauch, Neutralitätskonformität und internationale Solidarität anbelangt.

Zivildienst:
Der Zivildienst wird heute breit legitimiert. Generell soll jeder frei wählen können, ob er Zivildienst leisten möchte oder nicht. Doch ebenfalls ist klar, dass für die Einteilung zum Zivildienst Gewissensgründe vorliegen müssen.
Methods (description)
Jährlich wiederkehrende Querschnittsbefragung bei der Schweizer Stimmbevölkerung, 18++ Telefonbefragung
Methods (instruments)
  • Standardised interviews - by telephone
Publications
  • Szvircsev Tresch, Tibor; Wenger, Andreas; Würmli, Silvia; Bisig, Esther. 2010. Sicherheit 2010. Aussen-, sicherheits- und verteidigungspolitische Meinungsbildung im Trend. Birmensdorf und Zürich: Militärakademie an der ETH und Center for Security Studies, ETH Zürich. Online: www.css.ethz.ch.
Financed by
Study type
Data availability
Source (Updates) Web
Date created 22.03.2018
Date modified 22.03.2018
Start - End date 01.09.2009 - 28.05.2010