Details
Study title
Security 2009. Trends of foreign-, security- and defense-political formation of opinion
Ref study 10152
Study language German
Contributing institutions
Authors
Keywords
  • Armée
  • Aussenpolitik
  • Sicherheitspolitik
  • Neutralität
  • Sicherheit
  • Vertrauen
  • Verteidigung
Disciplines
Period
2009
Geographical space
Schweiz
Country
  • Switzerland
Abstract
Since 1989, the Military Sociology Lectureship of the Military Academy at ETH Zurich and the Center for Security Studies of ETH Zurich have regularly carried out the representative surveys "Security" on the perception of national security issues in the broadest sense. The aim of these surveys is to identify trends and tendencies in terms of the general sense of security and threat, the trust in institutions and authorities, the degree of willingness to engage in foreign policy and security cooperation, neutrality in general and various conceptions of neutrality, the attitude to the military national defense, and the interest in the security policy. In addition to a core of questions that are always or irregularly asked, questions are also asked each year on current security issues. In 2009 these were: measures to ensure internal security, assessment of the threat of different events, approval of various forms of cooperation with armies of other European countries, justification of the need for the army, preferences regarding the methods of recruitment and service, perceived effectiveness of the Swiss army.
Results
Allgemeines Sicherheitsempfinden: Die grosse Mehrheit der Befragten fühlt sich sicher und gibt sich bezüglich der Zukunft der Schweiz (noch) optimistisch, wenn auch auf leicht tieferem Niveau als 2008. Die Einschätzung der Entwicklung der Weltlage hat sich zum Zeitpunkt der Befragung Ende Januar 2009 nicht verdüstert.
Vertrauen in Institutionen: Auf der Liste des geäusserten Vertrauens in Institutionen rangieren unverändert Justiz und Polizei an oberster Stelle. Mittleres Vertrauen erhalten die Bundesbehörden, die Armee und die Wirtschaft. Weniger Vertrauen haben die Leute gegenüber den Parteien und den Medien. Das Vertrauen in die Institutionen hat allgemein abgenommen. Insbesondere die Armee und die Schweizer Wirtschaft haben gegenüber dem letzten Jahr an Vertrauen eingebüsst.
Innere Sicherheit: Telefonüberwachung, Eingangskontrollen an öffentlichen Gebäuden und die Sammlung biometrischer Daten stossen tendenziell auf Ablehnung. Andere Massnahmen wie das Sammeln von Daten verdächtiger Personen oder eine erhöhte Polizeipräsenz im öffentlichen Bereich würden weiterhin grossmehrheitlich toleriert.
Autonomismus und Öffnungsbereitschaft: Die SchweizerInnen geben sich öffnungsbereiter als im Vorjahr bei gleichzeitig anhaltendem Wunsch nach maximaler nationaler Autonomie. Der bilaterale Weg mit der EU geniesst nach wie vor grossmehrheitliche Zustimmung. Die stark verbreitete Skepsis gegenüber einer politischen Annäherung an die EU und die Nato nimmt leicht ab. Die Zustimmung zu einer Mitgliedschaft in der EU oder der Nato bewegt sich aber weiterhin auf tiefem Niveau. Die Gutheissung der Uno zeigt sich leicht steigend und die Befürwortung einer internationalen Kooperation ohne souveränitätsmindernde institutionelle Bindung akzentuiert sich noch deutlicher und befindet sich im Mehrheitsbereich.
Sicherheitspolitische Kooperation mit Europa: Eine Zusammenarbeit zwischen der Schweizer Armee und den Armeen anderer europäischer Staaten könnte sich die Bevölkerung vorstellen. Vor allem im Verbund durchgeführte Einsätze bei Grosskatastrophen, eine gemeinsame Ausbildung und die organisatorische Anpassung der Schweizer Armee für eine verbesserte Zusammenarbeit sind aus Sicht der Befragten denkbare Kooperationsmöglichkeiten.
Neutralität: Eine Abschaffung der Schweizer Neutralität bleibt undenkbar. Die Solidaritäts- und Identitätsaspekte der Neutralität werden stärker betont als die sicherheitspolitische Funktion der Neutralität. Die Zustimmung zu letzterer ist jedoch signifikant gestiegen.
Akzeptanz und Notwendigkeit der Armee: Die Akzeptanz der Armee und die Einschätzung ihrer Notwendigkeit nehmen bei gleichzeitig steigendem Ruf nach einer Verkleinerung der Armee zu. Das erste Mal äussert eine relative und knappe Mehrheit der Befragten die Ansicht, dass die Höhe der Verteidigungsausgaben gerade richtig sei und nicht zu viel für das Militär ausgegeben werde. Die Ausrüstung, die Einsatzbereitschaft und die Ausbildung der Armee werden für gut befunden, die Befürwortung zu einer gut ausgerüsteten und ausgebildeten Armee hat hingegen leicht abgenommen. Das Vertrauen in die Armee ist gesunken, und die Führung der Armee wie auch die Motivation der Soldaten werden eher kritisch beurteilt. Miliz- und BerufsarmeeanhängerInnen teilen sich in etwa zwei gleich grosse Lager, wobei das Milizmodell leicht mehr Rückhalt erhält. Geteilter Meinung ist die Bevölkerung auch in der Frage, ob die Armee als ein notwendiges Übel wahrgenommen oder ihr eine zentrale gesellschaftliche Rolle zugeordnet werden soll. Insgesamt wird die Schweizer Armee befürwortet; in der Frage des Umfangs und der Ausgestaltung bleibt die Bevölkerung gespalten.
Auslandeinsätze: Eine anhaltende Skepsis gegenüber Auslandeinsätzen zeichnet sich weiterhin ab, wobei die Bereitstellung von Schweizer Truppen im Rahmen eines Uno-Mandats knapp mehrheitlich akzeptiert wird.
Methods (description)
Jährlich wiederkehrende Querschnittsbefragung bei der Schweizer Stimmbevölkerung, 18++, Telefonbefragung
Methods (instruments)
  • Standardised interviews - by mail
Replicated study No
Publications
  • Szvircsev Tresch, Tibor; Wenger, Andreas; Würmli, Silvia; Pletscher, M.; Wenger, U.. 2009. Sicherheit 2009. Aussen-, sicherheits- und verteidigungspolitische Meinungsbildung im Trend. Birmensdorf und Zürich: Militärakademie an der ETH und Forschungsstelle für Sicherheitspolitik der ETH Zürich. Online: http://www.css.ethz.ch/Sicherheit_2009.pdf
Financed by
Ethical approval No
Study type
Data availability
Source (Updates) SNSF
Date created 22.03.2018
Date modified 22.03.2018
Start - End date 01.09.2008 - 28.08.2009