Details
Study title
Repeatedly drunk drivers and the penal system in the Canton of Zurich; a pilot project to reduce recidivism
Ref study 563
Study language German
Contributing institutions
Authors
Keywords
  • Prävention
  • Verkehr
  • Rückfälligkeit
  • Alkohol
Disciplines
Period
1990-1996
Geographical space
Kanton Zürich
Country
  • Switzerland
Abstract
In the canton of Zurich, every year about 2,300 people are reported by the police for drunk driving (FiaZ). Approximately 600 delinquents - namely repeat offenders - are sentenced to imprisonment without probation, two-thirds of whom serve their sentence as semi-imprisonment in two prison sections set up for this purpose in the canton of Zurich. It is generally assumed that the recidivism rate among FIAZ delinquents - those sentenced to imprisonment without probation - is relatively high. Under these circumstances, the questions to be answered in this project are: what is the actual rate of recidivism of FIAZ delinquents sentenced to imprisonment without probation and, in particular, to semi-prisoners? Which perpetrator groups have specifically high recidivism rates? To what extent can the preventive effectiveness of semi-imprisonment be increased by targeted enforcement interventions?
Results
Vorbemerkung: Die Ergebnisse müssen vorsichtig interpretiert werden, da hier einerseits nur selbstreportierte Daten verwendet werden, anderseits nur 42% der ursprünglich Befragten zu einem Zweitinterview bereit waren (N = 98).
In bezug auf den Mengen-Häufigkeitsindex des Alkoholkonsums vor und nach der Halbgefangenschaft konnte weder bei jenen, welche das Kursprogramm besucht hatten (Interventionsgruppe), noch bei den Probanden ohne Kurs eine signifikante Veränderung beobachtet werden. Auf die Gruppe besonders alkoholgefährdeter Probanden hatte der Kurs ebenfalls keinen besonderen Effekt. Das Kursprogramm erwies sich in dieser Hinsicht nicht als wirksam.
20.3% der Untersuchungsgruppe gaben an, im Untersuchungszeitraum bereits wieder alkoholisiert gefahren zu sein. Innerhalb der Versuchsgruppe waren es weniger Probanden. Sie neigten allerdings dazu, häufiger ausweichende ("weiss nicht")-Antworten zu geben (die Relation zwischen den Gruppen war knapp nicht signifikant). In bezug auf die Absicht, künftig die 0.8-Promille-Grenze nicht mehr zu überschreiten, zeigten sich die ehemals wegen FiaZ Verurteilten in beiden Gruppen skeptisch (keine signifikante Differenz). 23.9% der Untersuchungsgruppe äusserten den Verdacht, sie könnten einmal den Grenzwert überschreiten. In der Versuchsgruppe waren es allerdings nur 19% gegenüber 28% der Kontrollgruppe.
Zum Zeitpunkt der Nachbefragung waren 10.2% (5) der Interventionsgruppe und 4.l% (2) der Kontrollgruppe wieder rückfällig geworden. Die Differenz ist infolge der kleinen Zahlen statistisch nicht signifikant. Die Gruppe der zum ersten Erhebungszeitpunkt als speziell alkoholgefährdet eingeschätzten Probanden ist nicht in besonderem Masse vom erneuten Führerausweisentzug betroffen (der Führerausweis war z.T. bei der Verurteilung auf unbegrenzte Zeit entzogen).
Auch der Konsum alkoholischer Getränke in öffentlichen Lokalen ist bei den wiederholt wegen FiaZ verurteilten Fahrzeuglenkern noch immer häufig anzutreffen: Für 57.5% sind Trinksituationen ausserhalb des Hauses üblich. Zwischen der Interventions- und der Kontrollgruppe ergaben sich keine signifikanten Unterschiede.
Methods (description)
Die Studie ist als Begleituntersuchung konzipiert. Bei 240 zu Halbgefangenschaft verurteilten FIAZ-Delinquenten wurden kurz nach Antritt der Strafe Direktinterviews durchgeführt. Die Hälfte der Probanden hatte während des Aufenthaltes Gelegenheit, an einem von Behandlungsfachleuten an neutralem Ort durchgeführten Präventionsprogramm teilzunehmen. Dieses soll nach 2 und 4 Jahren auf seine Wirkung hin evaluiert werden. Die Insassen ohne Präventionsprogramm dienen als Kontrollgruppe. Die Nachevaluation beruht auf Direktinterviews der Probanden und der Kontrollgruppe sowie auf Dossieranalyse. Zusätzlich wird unter Zuhilfenahme sekundärstatistischer Daten die soziodemographische Zusammensetzung und die effektive Rückfallhäufigkeit der Problemgruppe analysiert.
Methods (instruments)
Unpublished documents
  • Mathey, Marie-Claire; Fahrenkrug, Hermann; Schmid, Holger. 1997. Wiederholt angetrunkene Fahrzeuglenker im Strafvollzug im Kanton Zürich. Modellversuch zur Verminderung ihrer Rückfallhäufigkeit - Untersuchungszeitraum 1990-1996. Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme - SFA, Forschungsbericht Nr. 31, Lausanne, Dezember 1997.
Financed by


Mandating institution(s)
  • Fürsorgedirektion des Kantons Zürich
Study type
Data availability
Source (Updates) Web
Date created 17.04.2018
Date modified 17.04.2018
Start - End date 01.01.1989 - 28.12.1996