Details
Study title
Recognizing the social requirements of the Swiss forest in the change of time
Ref study 3297
Study language German
Contributing institutions
Authors
Keywords
  • Ökologie
  • Freizeit
  • Wald
  • Waldleistungen
  • Waldwirtschaft
  • Wildtiere
  • Naturgefahren
  • Walderhaltung
Disciplines
Period
Projekt 1996 bis 1998
Geographical space
Schweiz
Country
  • Switzerland
Abstract
The Forest Act of 1991 deals with questions and tasks related to forests as a habitat. The qualitative aspects of forest conservation should be increasingly enhanced for the general public. The aim of the Forest Act is the conservation and development of the habitat from an ecological, economic and social point of view. This should be guaranteed in the long term by means of a suitable, efficient “controlling" process.
Most of the surveys carried out so far with reference to the Swiss forest have aimed primarily at gaining ecological scientific and/or economic knowledge about the use of forest land. These relatively one-sided research interests are explained by the fact that the forest (mostly for traditional reason) was considered predominantly as a source of wood as a raw material only . With the decline in timber prices and rising exploitation costs, however, other functions of the forest (for example, protection and recreational aspects), the costs of which have so far been financed by wood yield, have increasingly gained attention. The purpose of the new Forest Act is to secure these functions. However, a prerequisite for the fulfillment of this legislative mandate is a precise knowledge of the needs of the population with regard to the use of forests in order to be able to assess the effective readiness for material and immaterial contributions. A central objective of the investigation is thus to locate the various demands of the Swiss population on the forest and the forestry services.
Results
BUWAL Befragung 1998, Gesellschaftliche Ansprüche an den Schweizer Wald. Ausgewählete empirische Befunde in Kurzform:
- die Arbeitslosigkeit wird von der Bevölkerung als aktuell wichtigstes Problem der Schweiz angesehen
- die Erhaltung und der Schutz von Natur und Umwelt bildet das zweitwichtigste Problem, mit dem sich die Schweiz heute konfrontiert sieht
- wichtigste Umweltschutzmassnahmen sind solche im Bereich Klimaschutz und im Bereich Luftverschmutzung
- spontane Assoziationen der Bevölkerung zum Wald beziehen sich am häufigsten auf die Luft (gute, frische) und die Erholung
- wichtigste Aufgabe des Schweizer Waldes im Urteil der Bevölkerung: Luft- oder Sauerstoffproduktion
- eine grosse Mehrheit (75% ) meint, heute hätte es gerade genug Wald, 20% möchten mehr Wald
- eine Mehrheit aus der Bevölkerung (5S%) glaubt, die Waldfläche habe in den vergangenen 20 Jahren abgenommen
- die überwiegende Mehrheit tritt für eine Beibehaltung des Rodungsverbotes ein (88% )
- 64% sind der Ansicht, der Gesundheitszustand des Waldes habe sich in den letzten 20 Jahren verschlechtert
- 66% sind überzeugt, dass die Anzahl Pflanzen und Tiere in den letzten 20 Jahren kleiner geworden ist
- 61% glauben, dass das Waldsterben heute noch anhält
- 45% der Bevölkerung glaubt, es werde in den Schweizer Wäldern zuwenig Holz genutzt
- nur jede oder jeder Sechste Befragte kennt den Begriff 'Nachhaltigkeit'
- nur 5% der Befragten sind für einen freien Import von Tropenholz
- eine Mehrheit der Bevölkerung spricht sich für eine Duldung von Luchs, Wolf und Bär aus: Beim Luchs sind 74% für die Duldung und 18% dagegen, beim Wolf ist das Verhältnis 57% zu 35% und beim Bär 52% zu 40%.
- 59 % finden, die Jagd in der heutigen Form in Ordnung
- höchste Glaubwürdigkeit hat ein Öko-Label für Holz, wenn es durch das zuständige Schweizer Bundesamt' ausgestellt wird
- die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung geht in den Wald: Im Sommer 96%, im Winter 87%
- Hauptgründe zum Waldbesuch sind 'Spazieren' und 'Erholen'
- die aufgesuchten Wälder liegen meist in der Nähe des Wohnortes
- die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt bei rund 1'1/2 Stunden
- nur eine kleine Minderheit der Bevölkerung fühlt sich beim Waldbesuch durch andere Erholungssuchende gestört
- eine finanzielle Beteiligung der Erholungssuchenden dir die Waldnutzung wird von 78% prinzipiell abgelehnt
- Subventionen an die Wildbewirtschaftung erachten 56% für vollauf gerechtfertigt Subventionen sollen dir Waldpflege und: Naturschutz im Wald, ausgerichtet werden, nicht jedoch für die Holznutzung
- 72% meinen, die Kosten für die Waldpflege sollten vom Staat getragen werden zur Defizitreduktion in den Forstbetrieben sollte vor allem mehr Holz verkauft werden
- die wichtigsten Aufgaben des Försterberufs sind pflegen und kontrollieren
- die Menge der Waldwege wird mehrheitlich für gut befunden
- Waldpflege wird mehrheitlich mit aufräumen, Sauberkeit und Ordnung halten oder schaffen gleichgesetzt; ein schwach gepflegter Wald kann dabei seine Aufgaben besser erfüllen, als ein stark gepflegter oder sich selbst überlassener Wald
- 57% der Befragten ist davon überzeugt; dass Naturgefahren in Zukunft zunehmen werden, den eigenen Wohnort hält jedoch nur eine Minderheit durch Naturgefahren bedroht
- 63% der Bevölkerung wiinscht mehr Information über den Wald und zwar zuerst über ökologische Zusammenhänge und Tiere; informieren sollen Forstbehörden, Radio und Fernsehen
Methods (description)
Gesamtschweizerische standardisierte Befragung. Telefonische Interviews, repräsentative Stichprobeninformationen (N=2000) mit zwei Pretests, zur Verteifung Sektundäranalyse von Aggregatdaten.
Methods (instruments)
Publications
  • Franzen, Axel; et al., . 1998. Welche Ansprüche stellen wir an den Wald. In: Umweltschutz (Mitteilungsblatt des BUWAL) 3/98, Bern 1998.
Financed by


Mandating institution(s)
  • Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation - UVEK, Bundesamt für Umwelt - BAFU, Eidgenössische Forstdirektion, 3003 Bern
Study type
Data availability
Source (Updates)
Date created 19.04.2018
Date modified 19.04.2018
Start - End date 01.01.1996 - 28.12.1998