Details
Study title
Security 1998. Trends of foreign-, security- and defense-political formation of opinion
Ref study 5946
Study language German
Contributing institutions
Authors
Keywords
  • Aussenpolitik
  • Neutralität
  • Internationale Politik
  • Isolation
  • Politische Beteiligung
  • Verteidigungspolitik
Disciplines
Period
1998/02 - 1998/03
Geographical space
Deutsch-, französisch- und italienischsprachige Schweiz
Country
  • Switzerland
Abstract
The annual survey "Security" of the Military Sociology Lectureship of the Military Academy at ETH Zurich and the Center for Security Studies of ETH Zurich (Prof. Dr. Kurt R. Spillmann) serves to determine trends in the formation of opinion on security and defense policy in Switzerland. It is based on representative interviews conducted every year.
In addition to a core of questions that are always or irregularly asked, questions are also raised on topical security topics each year. In the 1998 survey, they concerned:
- the self-declared voting behavior in the case of a re-issue of the "Blue Helmet Bill" of June 1994;
- the self-declared voting behavior in the initiative to halve military spending;
- the willingness to accept new military service models.
Results
Es haben sich 1998 die Meinungstrends verstärkt, die schon im Vorjahr dominant waren. Sicherheits- und Bedrohungsempfinden: Acht von zehn Schweizerinnen und Schweizern fühlen sich "in unserer heutigen Zeit" eher oder sehr sicher (79%, +/-0%). Das Sicherheitsempfinden zeichnet sich durch eine hohe Stabilität im Zeitverlauf aus. Nach zwei Jahren einer eher gedämpften Stimmung überwiegt 1998 der Optimismus bei der Einschätzung der näheren Zukunft der Schweiz wieder deutlich (60%, +7%). Auch die Weltlage wird 1998 wieder etwas weniger düster eingeschätzt als im Vorjahr. Vertrauen in Behörden und Institutionen: Die Garanten der inneren (Polizei/Justiz) und äusseren Sicherheit (Armee) erreichen in dieser Reihenfolge im Vergleich von insgesamt 7 erfragten Institutionen (Bundesrat, Eidgenössisches Parlament, Gerichte, Polizei, Armee, Medien und Wirtschaft) die Topwerte. Internationale Kooperationsbereitschaft: Im Vergleich zum Vorjahr stagniert die Annäherungswilligkeit an die EU (67%, +/-0%) auf hohem Niveau. Die EU-Beitrittsbereitschaft hat nach einem Einbruch im Vorjahr etwas zugenommen (50%, +8%). Sie unterliegt relativ kurzfristigen Schwankungen, d.h. sie scheint relativ stark von tagesaktuellen Ereignissen geprägt zu sein (Verhandlungserfolge bzw. -misserfolge, Folgenbeurteilung des Euro). Gemäss dem auf 19 Fragen basierenden Index der internationalen Kooperationsbereitschaft haben sich die Anteile derer, die eine autonome Öffnung der Schweiz ohne institutionelle Bindung gutheissen, z.B. in Form von internationaler Konfliktvermittlung, Aufwertung des IKRK u.ä., leicht verstärkt ("weiche" Öffnung: 37%, +3%). Demgegenüber ist der Anteil von Personen, die auf eine autonomistische Politik unter Verzicht auf jeglichen Ausbau internationaler Bindungen pochen, seit 1994, als diese politische Meinungsströmung mit 48% ihren Höhepunkt erreichte, in stetem Sinken begriffen. Der Autonomisten-Anteil liegt heute bei einem runden Drittel (34%, -2%). Das Einverständnis für eine die nationale Souveränität tangierende "harte" Öffnung in Form von Beitritten zu internationalen Institutionen (insbesondere EU) bewegt sich um drei Zehntel (29%, -1%). Alles in allem bekennt sich eine seit 1994 leicht, aber stetig wachsende Mehrheit der schweizerischen Stimmbevölkerung zu mehr internationaler Kooperationsbereitschaft und zur Öffnung des Landes (66%, +2%). Diese Mehrheit ist aber ihrerseits in Bezug auf den einzuschlagenden Kurs nach wie vor gespalten, was die Erreichung einer geschlossenen Mehrheit für konkrete aussen- und sicherheitspolitische Vorhaben weiterhin erschwert. So haben die Verfechterinnen und Verfechter einer "weichen", d.h. unverbindlichen, autonom zu vollziehenden Öffnung der Schweiz gegenüber jenen, die "harte" Bindungen in Form von Beitritten (insbesondere EU) gutheissen, wie schon letztes Jahr, die Oberhand (erstere 37%, letztere 29%).
Methods (description)
Telefonische Befragung von stimmberechtigten Schweizern in der deutsch- französisch- und italienischsprachigen Schweiz durch ein kommerzielles Befragungsinstitut. Random random Stichprobe, N = 1000, Statistische Analyse (Vergleich von Mittelwerten, Häufigkeiten, sowie multivariate Datenanalyse).
Methods (instruments)
Publications
  • Haltiner, Karl W.. 1998. Sicherheit '98 - Aussen- und sicherheitspolitische Meinungsbildung im Trend. Militärische Führungsschule an der ETH-Zürich, 1998.
Financed by
Study type
Data availability
Source (Updates)
Date created 19.04.2018
Date modified 19.04.2018
Start - End date 01.01.1998 - 28.09.1998