Details
Study title
Risk behaviour I: Social psychology of risk behaviour. Comparison of subjective and objective risk assessment of health-related behaviour
Ref study 1682
Study language German
Contributing institutions
Authors
Keywords
  • Gesundheit
  • Sport
  • Drogenkonsum
  • Risikoeinschätzung
  • Risikoverhalten
  • Risikowahrnehmung
Disciplines
Period
Geographical space
Schweiz
Country
  • Switzerland
Abstract
The aim of the research project was to investigate determinants of risk behaviour. The focus was on behaviours that put people's health at risk. Drug users and extreme athletes are equally concerned. The study focused on the following research questions. Which underlying mechanisms cause people to enter high-risk situations? How are risky situations perceived, assessed and emotionally processed? What is the benefit of the risk situations associated with such costs? Which behaviours seem appropriate in view of risky situations?
The present work on the subject emphasises the negative aspects associated with risk. The desire for risk, the "thrill" is often forgotten. The positive aspects of risk are particularly important for prevention, because they can explain why people get involved in certain adventures.
Some of the data was also used in the context of the study nr. 5368 as the first premeasurement (first wave).
Results
Bestimmte Gruppen von Jugendlichen suchen die Gefahr geradezu. Sie zeigen Risikoverhalten nicht nur in einem Bereich wie den Drogen, sondern in vielen verschiedenen Aktivitäten.
Hohe Gefahrenwahrnehmung muss nicht in allen Fällen mit geringem Risikoverhalten einhergehen. Schüler und vor allem Schülerinnen mit ausgeprägtem Risikoverhalten würden vermehrt bei einer Droge zugreifen, deren Wirkung gefährlich sein kann. Auch die Erlebnisse am Wochenende unterscheiden sich je nach Risikogruppe und Geschlecht. Insbesondere die Schülerinnen in der Gruppe mit hohem Risikoverhalten (V) berichten von gefährlichen Situationen im Zusammenhang mit dem Konsum von Drogen. Spezielle Präventionsmethoden erscheinen bei Personen indiziert, die sich trotz oder gerade wegen der Gefahr gesundheitsschädlich verhalten. Die Prävention sollte alternative Verhaltensweisen bereitstellen können, die diese Funktion des mit dem Risiko verbundenen Nervenkitzels erfüllen kann.
Die Lebenszeitprävalenz für Cannabis beträgt 27"%. 31% der Befragten würden bei entsprechender Konsumgelegenheit zugreifen. Dies, obwohl der grösste Teil (80%) den Stoff als gefährlich ansieht. Wir waren davon ausgegangen, dass bei einer hohen Gefahrenwahrnehmung nur eine geringe Konsumbereitschaft bestünde. Dies zeigt sich ganz deutlich für Heroin und Kokain. Anders stellen sich die Ergebnisse für Ecstasy dar. Immerhin 15% der Schülerinnen und Schüler würden bei angebotener Ecstasypille zugreifen, trotz deutlich vorhandener Gefahrenwahrnehmung (98%).
Für bestimmte Gruppen von Jugendlichen birgt die Gefahr, die mit der Einnahme von Substanzen verbunden ist, einen gewissen Anreiz. Es würde mindestens jeder sechste Schüler in den Gruppen mit hohem Risikoverhalten (Risikogruppen III, IV & V) eine Droge probieren, deren Wirkung gefährlich sein kann. Die Schülerinnen mit extremem Risikoverhalten (Risikogruppe V) stimmen dieser Aussage zu fast 39% zu. Sie sind in den Extremrisikogruppen zahlenmässig weniger repräsentiert als die Schüler. Die wenigen Schülerinnen, die sich in der Extremgruppe V befinden, neigen verstärkt zu risikoreichen Verhaltensweisen.
Methods (description)
In einem dreistufigen Untersuchungsplan werden zunächst ausgewählte Fragen zum Risikoverhalten an alle Schüler (Vollerhebung) der 10. und 11. Klassen (Alter ca.16-17 Jahre) der deutschsprachigen Schulen (Berufsschulen, Lehrerseminar und Kollegien) in Freiburg verteilt. Die Ergebnisse erlauben die Definition von 5 Untersuchungsgruppen anhand ihres Risikoverhaltens bez. Alkohols, Tabaks, Drogen, risikoreichen Sexualverhaltens und Sports. Verglichen werden Personen ohne Risikoverhalten (I), tägliche Sportler ohne Risikoverhalten (II), Personen mit ein bis zwei Risikobereichen (III), tägliche Sportler mit ein bis zwei Risikobereichen (IV) und Personen mit mindestens drei Risikoverhaltensweisen (V). Aus jeder Gruppe werden 10 männliche und 10 weibliche Untersuchungspersonen zufällig ausgewählt. Diese führen eine systematische Selbstbeobachtung und Gefahreneinschätzung der am Wochenende erlebten Situationen durch. Die Selbstbeobachtung findet an zwei Wochenenden statt. Daran anschliessend werden die 100 Personen auf der Grundlage ihrer Selbstbeobachtungsdaten interviewt. Die qualitative Erfassung von erlebten Risikosituationen steht hier im Vordergrund.
Neben der deskriptiven Datenauswertung vergleichen wir die fünf Risikogruppen und das Geschlecht durch multivariate Varianzanalysen (5 x 2 MANOVA). Qualitative Informationen aus der Selbstbeobachtung und dem Interview werden ebenfalls getrennt für die Risikogruppen und das Geschlecht dargestellt.
Methods (instruments)
Publications
  • Le Gauffey, Y.; Efionayi-Mäder, D.; François, Y.; Schmid, H.. 1995. Alkohol, Tabak und Drogenkonsum bei 11- bis 16jährigen Schülern und Schülerinnen in der Schweiz. Presseinformation. Lausanne: Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme, 1995.
Unpublished documents
  • Schmid, Holger. 1997. Sozialpsychologie des Risikoverhaltens. Subjektive und objektive Risikoeinschätzung gesundheitsrelevanter Verhaltensweisen. Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme - SFA, Forschungsbericht Nr. 30, Lausanne, Dezember 1997.
Financed by


Mandating institution(s)
  • Eidg. Departement des Innern - EDI, Bundesamt für Gesundheit - BAG, Facheinheit Sucht und Aids, Postfach , 3003 Bern
Study type
Data availability
Source (Updates)
Date created 24.04.2018
Date modified 24.04.2018
Start - End date 01.04.1995 - 28.10.1996