Details
Study title
Determinants of the mobility of car-free households: Consequences for transport planning and transport policy
Ref study 5610
Study language German
Contributing institutions
Authors
Keywords
  • Verkehr
  • Verkehrsplanung
  • Verkehrspolitik
  • Mobilität
  • Soziologie
  • Autofreie Haushalte
  • Motorisierung
  • PW-Besitz
Disciplines
Period
Mikrozensus 1994. Eigene Erhebung 1997
Geographical space
Mikrozensus: ganze Schweiz und vertieft Agglos Zürich, Bern, Basel Eigene Erhebung: Agglos Zürich, Bern, Basel
Country
  • Switzerland
  • Germany
Abstract
In mobility research there are many studies on the subject of car ownership, but so far hardly any that deal with the special conditions of non-car ownership. Based on the hypothesis that there are a growing number of households whose members voluntarily lead a life without a car, and even perceive this as an improvement in the quality of life, the framework conditions for such behaviour and the associated propagation conditions are being investigated. The most important research questions are:
- How many car-free households are there in Switzerland and what are their characteristics? Can they be assigned to a "new lifestyle"?
- What factors lead to voluntarily doing without a car and under what conditions are the conditions of development and propagation?
- What perceptions, attitudes and behaviours related to mobility as well as value systems and lifestyles characterize such households?
- Which strategic traffic planning and/or traffic organisation measures can promote optimal conditions for car-free households?
In addition, comparisons were made between Germany and Switzerland on the basis of a recent study published in Germany (Reutter and Reutter, Dortmund). The required data were drawn on the one hand from special evaluations of the Microcensus Transport 1994 and on the other hand from an own survey in the urban context of German-speaking Switzerland. This study has an essential practical relevance in the development of push measures to change the choice of means of transport in the direction of public transport, bicycle and pedestrian traffic, which are not directed against car traffic and whose acceptance should therefore be unproblematic.
Results
Ohne Auto - mobil und zufrieden Mobil sein ohne eigenes Auto ist weit stärker verbreitet als häufig angenommen. Die meisten autofreien Haushalte vermissen das Auto kaum. Eine gute Nahversorgung, ein gutes öV-Angebot und CarSharing (Autoteilen) sind die wichtigsten Pfeiler zur Förderung autofreier Haushalte. Dies sind die Hauptergebnisse eines Projektes aus dem Forschungsprogramm "Verkehr und Umwelt".
"In der Schweiz haben ohnehin alle ein Auto, und wer keines hat, ist entweder unzufrieden oder ein Oeko-Fundi" - diese These hat ein Projekt des Nationalen Forschungsprogramms "Verkehr und Umwelt" (NFP 41)* untersucht und widerlegt:
Jeder vierte Haushalt in der Schweiz hat kein Auto, in den grossen Städten sind sogar über 40% der Haushalte autofrei. Über 80 Prozent sind zufrieden mit ihrem Leben ohne Auto. Obwohl das Umweltbewusstsein in den meisten Fällen keine entscheidende Rolle spielt, wurde in vielen Haushalten die Mobilität ohne Auto bewusst und freiwillig gewählt. Nur rund ein Fünftel ist wirklich unfreiwillig autofrei, z.B. aus finanziellen oder gesundheitlichen Gründen.
Sobald ein Haushalt ein Auto anschafft, wird es in aller Regel auch genutzt. Eine Verkehrspolitik, welche die Umweltbelastung senken und die gefahrenen Kilometer reduzieren will, müsste deshalb vermehrt darauf ausgerichtet sein, autofreie Haushalte zu fördern. Wichtigste Voraussetzungen sind eine gute öV-Erschliessung und eine intakte Nahversorgung. Die Autoren schlagen darüber hinaus eine ganze Palette möglicher Massnahmen vor, unter denen der weitere Ausbau des CarSharing am vielversprechendsten ist. Autofreie Wohnsiedlungen werden in Deutschland mit einigem Erfolg realisiert. Die Voraussetzungen dafür wären auch in der Schweiz günstig.
Methods (description)
Ermittlung von Menge und Struktur autofreier Haushalte: Sekundäranalyse des Mikrozensus Verkehrsverhalten 1994
Ermittlung von Motiven, Einstellungen, Verhalten, Einschätzungen der in autofreien Haushalten lebenden Personen: Primärerhebung in den Agglomerationen Zürich, Bern und Basel
Entwicklung des Massnahmenpaketes: Abgeleitet aus den Erkenntnissen der beiden vorangegangenen Schritte werden bekannte Massnahmen auf ihre Tauglichkeit für das angestrebt Ziel untersucht und ein Feld bisher unbekannter Massnahmen entwickelt.
Methods (instruments)
  • Standardised interviews - by telephone
  • Secondary analysis - aggregate data
Unpublished documents
  • Schad, H.. 1997. Neue, integrierte Mobilitätsdienstleistungen (NIM) in der Schweiz. Zwischenbericht zum NFP 41 "Verkehr und Umwelt". - Basel/Stans, 17. Okt. 1997.
Financed by
Study type
Data availability
Source (Updates) Web
Date created 27.04.2018
Date modified 27.04.2018
Start - End date 01.01.1997 - 28.12.1998