Details
Study title
Swiss Volunteering Survey of Municipalities
Ref study 10905
Study language German
Contributing institutions
Authors
Keywords
  • Vereine
  • Vereinsengagement
  • Freiwilligkeit
  • Lokale Strukturen
  • Schweizer Gemeinden
Disciplines
Period
Geographical space
60 ausgewählte Schweizer Gemeinden
Country
  • Switzerland
Abstract
Volunteering in clubs is primarily a local phenomenon. Citizens who invest time and energy in associations on their own initiative to get things moving, to stand up for other people and organisations and to contribute to the common good do so predominantly in the vicinity of their own municipality. Against this background, it seems indispensable to take a local perspective and to focus on the immediate environment of (potential) volunteers for a well-founded discussion of the topic of volunteering. This is precisely where the broad-based research project on local structures of volunteering in Switzerland comes in. The aim of this project, financed by the Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG) and supported by the Migros Culture Percentage and the Swiss Federal Statistical Office (SFSO), is to systematically and empirically examine the local state and conditions of voluntary involvement in associations in order to expand the current state of knowledge and to give new impetus to the debate on volunteering in Switzerland and beyond. Switzerland is virtually predestined for such an investigation in many respects. Firstly, volunteering is widespread in Switzerland and occupies a central place in the country's public life. On the other hand, the principle of subsidiarity is being implemented to a comparatively high degree in Switzerland. In addition to the strong emphasis on non-state problem solving through self-organization and voluntariness, this is reflected above all in the federal state structure and here especially in the importance of the local and the small-scale level of the municipalities. Swiss federalism must be seen both as a consequence and expression and as the cause and guarantor of a diversified community landscape of immense cultural, structural and political diversity. Its various regional-language and denominational traditions, diverse social conditions and challenges, and the varying degrees of institutionalization of direct political participation and participation make the Swiss municipalities an ideal field of experimentation for research into local conditions of voluntary commitment. The population survey conducted by the "Swiss Volunteering Survey of Municipalities" now allows a more detailed analysis of local volunteering structures in Switzerland for the first time. It is a special survey of the Swiss Volunteering Survey which was carried out in 2006 and 2009. Like the two waves of the main survey, the Swiss Volunteering Survey of Municipalities also aims to ask Swiss citizens about the extent and nature of their voluntary commitment. However, the Swiss Volunteering Survey of Municipalities focuses on the local environment and the community context of voluntary work, which is why the survey was not conducted for the whole of Switzerland, but in a total of 60 selected communities. In this way, questions can be examined that deal with the influence of municipal characteristics (e.g. the structure of the association, the type of cooperation between the municipality and associations, or also socio-structural conditions) on the voluntary commitment of the Swiss. The conceptual work was carried out by the staff of the Research Unit for Voluntary Commitment and Social Capital, formerly based at the University of Constance and now at the University of Berne.
Results
Wenngleich das an verschiedenen Indikatoren gemessene freiwillige Engagement in den Schweizer Gemeinden im Allgemeinen sehr hoch ist, so zeigen sich doch zum Teil deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen betrachteten Gemeinden. Eine der eindrücklichsten Einsichten zur Bedeutung des Gemeindekontextes für das individuelle Engagement besteht in der grundlegenden Verankerung der Freiwilligkeit in den kulturellen Traditionen der Kommunen. Bewohnerinnen und Bewohner Deutschschweizer Gemeinden übernehmen öfter freiwillige Tätigkeiten in Vereinen und Organisationen als Personen der Romandie und des italienischen Sprachraums. Weiterhin steht eine diversifizierte lokale Vereinslandschaft, in welcher eine grosse Bandbreite an verschiedenen Vereins- und Organisationstypen ein weites Spektrum an Zielen und Tätigkeiten abdeckt, mit einer höheren Engagementbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger in Verbindung. Darüber hinaus geht auch von der informellen Freiwilligenkultur einer Gemeinde eine fördernde Wirkung auf das individuelle Vereinsengagement aus. Hinsichtlich sozio-struktureller Aspekte des Gemeindekontextes und ihrer Wirkung auf das freiwillige Vereinsengagement hat sich gezeigt, dass Bildung nicht nur als individuelle Erklärungsgrösse der Freiwilligkeit relevant ist, sondern auch als Merkmal von Kommunen zivilgesellschaftliche Bedeutung besitzt. Zuletzt stützen die ermittelten Ergebnisse zu den zivilgesellschaftlichen Folgen von Einwanderung und Multikulturalität weder Befürchtungen bezüglich einer Abnahme der Freiwilligkeit in Vereinen noch Hoffnungen auf eine vitalisierende zivilgesellschaftliche Wirkung.
Methods (description)
Gemäss dem Ziel des Schweizer Freiwilligen-Monitors Gemeinden, die lokalen Strukturen von Freiwilligkeit zu erfassen, wurde ein zweistufiges Untersuchungsdesign gewählt. In einem ersten Schritt wurden die Gemeindekontexte ermittelt, um dann in einem darauf folgenden zweiten Schritt die in diesen Kontexten lebenden Bürgerinnen und Bürger zu befragen. Um ein möglichst getreues Abbild der Landschaft der Schweizer Gemeinden zu erhalten, wurde die Stichprobe der 60 Gemeindekontexte anhand einer stratifizierten Zufallsauswahl gezogen. Die Grundgesamtheit stellen dabei alle Schweizer Gemeinden mit einer Einwohnerzahl zwischen 2000 und 20000 dar. Diese Beschränkung bezüglich der Gemeindegrösse wurde vorgenommen, weil bei Kommunen unter 2000 Einwohnern die Befragung bisweilen die gesamte Bevölkerung erfasst hätte und angesichts der geringen Gemeindegrösse die abgefragten strukturellen Bedingungen des freiwilligen Engagements von vorneherein nicht vorhanden wären. Gemeinden mit über 20000 Einwohnern blieben unberücksichtigt, da die anvisierte Zahl der Befragten (100) als im Vergleich zur Gemeindebevölkerung für zu gering erachtet wurde und sich in Orten dieser Grössenordnung andere Mechanismen und Formen der Freiwilligkeit erwarten lassen. Die Schichtung der Zufallsauswahl erfolgte anhand der drei Kriterien Gemeindegrösse (3 Gruppen: 2000-4999 Einwohner, 5000-9999 Einwohner, 10000-20000 Einwohner), Sprachregion (2 Gruppen: Deutschschweiz und Lateinische Schweiz) sowie Siedlungstyp (3 Gruppen: Stadt, Agglomeration und Land). Aus den sich daraus ergebenden 3 x 2 x 3 verschiedenen Kategorien wurden die 60 Gemeinden dann proportional zur Merkmalsverteilung der Schweizer Gemeinden gezogen. In einem zweiten Schritt wurden die Befragten ausgewählt. Die Methodik dieser standardisierten Bevölkerungsumfrage wird im nächsten Abschnitt stichwortartig erläutert.
Erhebungsverfahren: Standardisierte Befragung telefonisch
Erhebungseinheiten/Grundgesamtheit: Wohnbevölkerung in 60 ausgewählten Gemeinden, die eine der drei Landessprachen (deutsch, französisch, italienisch) spricht, über 15 Jahre alt ist und über einen Festnetz-Telefonanschluss verfügt.
Auswahlverfahren: disproportional geschichtetes Verfahren, Random-Random-Auswahl (innerhalb der Gemeinden bei den Haushalten mit Telefonanschluss und bei der zu befragenden Person des jeweiligen Haushaltes (Geburtstagsmethode))
Anzahl Untersuchungseinheiten:
- Bruttostichprobe: 16'500
- Nettostichprobe: 12'261
- Realisierte Interviews: 4'955
- Rücklaufquote: brutto: 30,0%, netto: 40,4%
Untersuchungsdesign:
- Querschnitt
- Zeitpunkt der Erhebung: 27.09. bis 21.12.2010
- Erhebungsverfahren: CATI-Befragung (Computer Assisted Telephone Interviews)
Durchführung der Feldarbeit: DemoSCOPE - Research and Marketing, Klusenstrasse 17/18, 6043 Adligenswil
Methods (instruments)
Publications
  • Traunmüller, Richard; Stadelmann-Steffen, Isabelle; Ackermann, Kathrin; Freitag, Markus. 2012. Zivilgesellschaft in der Schweiz. Analysen zum Vereinsengagement auf lokaler Ebene. Zürich: Seismo.
Financed by


Mandating institution(s)
  • Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft - SGG, Schaffhauserstr. 7, 8042 Zürich
Study type
Data availability
Source (Updates)
Date created 04.05.2018
Date modified 04.05.2018
Start - End date 01.01.2009 - 28.05.2012