Details
Study title
Professional choices and career paths in adolescence and young adulthood
Ref study 10691
Study language German
Contributing institutions
Authors
Keywords
  • Erwerbstätigkeit
  • Weiterbildung
  • Berufswahl
  • Berufsbildung
  • Schule
  • Übergang
  • Berufs(bildungs-)Entscheidungen
  • Berufsbiografie
Disciplines
Period
2012-2016
Geographical space
Deutschsprachige Schweiz
Country
  • Switzerland
Abstract
The aim of the following research project is to analyze the determinants of adolescents’ and young adults’ career decisions.
At the end of compulsory school and at the end of vocational education and training (VET), and in the age of a young adult, career decisions were examined from an adolescent’s perspective.
At the first wave of data collection, criteria for (apprenticeship) staffing analyzed from a HR manager’s perspective as well. Three decision-making situations, which are crucial for vocational educational processes, were analyzed: (1) before entering vocational education and training (VET), (2) at the time of graduation from VET (possible options: employment, interim solution, tertiary level qualifications, additional VET, further education), (3) after 4-5 years of employment (possible options: tertiary level qualifications, additional VET, further education). In the following measurement waves determinants for implementing a career decision were examined through repeated measurements. From a theoretical perspective, in addition to decision-adaptive trajectories, maladaptive courses that either result in adjustments or terminations with reorientations are feasible. Reasons for adjustments are found in experienced occupational stress that young adults fail to moderate due to lack of appropriate resources. The balance between occupational stress and resources is a control mechanism that regulates life courses and in which primary and secondary control processes (as shown in the model of Heckhausen and Schulz, 2010) are essential. Through the implementation of career decisions, young adults enter new vocational and further educational contexts. By performing actions, they initiate personal developmental processes, which – in the best case – lead to the realization of a decision (for example to a further education degree). The extent of the goal attainment subsequently affects not only the original educational expectancies and values but also the perception of vocational person-environment fit, vocational satisfaction, job commitment, perception of vocational continuity and vocational self-efficacy.
This explanatory model of vocational development was examined by means of two additional surveys of the sample from the initial project (cohort-sequence-design). After two and four years respectively, adolescents of all three cohorts were online surveyed for a second and third time. At the second time the sample was supplemented with additional participants so each cohort counted at least 800 participants. These data offered the opportunity for a longitudinal review of the postulated explanatory model on regulation of vocational careers. Data enabled the analysis of adolescents’ vocational trajectories and their willingness for an apprenticeship or further education between elementary school and tertiary level qualifications from a theory-driven and differentiated perspective. Further, it was possible to substantially extend previous knowledge , for example regarding expedient controlling and optimization of further education options and offers.
Results
Analysen mit Daten zum ersten Messzeitpunkt zeigen, dass Bildungserwartungen und -werte altersübergreifend Berufsbildungsentscheidungen erklären. Ihre Erklärungskraft wird von Geschlecht, Schicht der Herkunftsfamilie und Migrationshintergrund beschränkt. Zusätzlich wurde, ausgehend von Konzepten begrenzter Rationalität bei Entscheidungen geprüft, welche Vorgehensweisen schnell eingesetzt werden können und doch zu einem zufriedenstellenden Ergebnis führen. Der Belastungs-Bewältigungs-Ansatz bewährte sich bei der Vorhersage der Kündigungsabsicht von jungen Erwachsenen. Entscheidungsprofile zeigen kohortenspezifische und kohortenübergreifende Muster. Daten der befragten Personalverantwortlichen und Berufsbildner zeigen spezifische Präferenzen bei der Personalselektion und lieferten ansatzweise Erklärungen zu Diskriminierungstendenzen. Die Befunde ermöglichten einen vertieften Einblick in Berufsbildungsentscheidungen im Kohortenvergleich.
Methods (description)
Erster Messzeitpunkt: 2012
Zweiter Messzeitpunkt: 2014
Dritter Messzeitpunkt: 2016
Methoden beim ersten Messzeitpunkt (Querschnitt):

1.) Befragung der Berufsbildenden/Arbeitgebenden
Die Befragung erfolgt über Lehrbetriebe und andere Betriebe. Es werden Betriebe befragt, die sowohl Lernende ausbilden als auch solche, die keine Berufslehre anbieten. Beide Stichproben werden postalisch mit einem weitgehend standardisierten Fragebogen zu folgenden Variablen befragt: Sozio-demografische Merkmale (Geschlecht, Alter, Ausbildungsabschluss, Funktion im Betrieb); Informationen zum Betrieb (Betriebsgrösse, Branche, Standort); Verfahren der Personalselektion (Bewerbungsunterlagen, Assessment und Bewerbungsgespräch); Erwartungen an Grund- und Weiterbildung im eigenen Beruf; persönliche Erwartungen an die Bewerbenden; Persönliche Werte im Bewerbungsverfahren und an die Bewerbenden, Wichtigkeit von personalen, sozialen und fachlichen Kompetenzen des Bewerbenden befragt.

Erhebungsverfahren: Standardisierte Befragung schriftlich
Auswahlverfahren: Geschichtete Zufallsstichprobe
Anzahl Untersuchungseinheiten: N=228
Untersuchungsdesign: Querschnitt
Durchführung der Feldarbeit: schriftliche Befragung

2.) Analyse Sekundärdaten
Im Rahmen der Sekundärdatenanalyse werden Entwicklungen des Lehrstellen- und Arbeitsmarktes im Zeitwandel untersucht um zu zeigen, wie sich strukturelle und konjunkturelle Bedingungen auf die Berufsbildungsentscheidungen von Jugendlichen auswirken. Vorhandene Auswertungen und Publikationen aufgrund von Daten der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE), des Lehrstellenbarometers sowie der Beschäftigungsstatistik werden vorgängig gesichtet und ausgewertet. Insbesondere werden Angebot und Nachfrage nach Lehr- und Arbeitsstellen zum Zeitpunkt der Datenerhebung erfasst. Längsschnittliche Datenanalysen des Schweizerischen Haushaltpanels liefern Informationen zum Einfluss des Mobilitätsverhaltens und der Arbeitsgewohnheiten auf Berufsbildungsentscheidungen in verschiedenen Lebensaltern. Diese Sekundärdatenanalysen erlauben Aussagen, wie sich strukturelle und konjunkturelle Schwankungen im Zeitwandel und in der Erwerbsbiografie auf Berufsbildungsentscheidungen auswirken.

Erhebungsverfahren: Sekundärdatenanalyse von Aggregatdaten
Methoden über die drei Messzeitpunkte hinweg (Längsschnitt):

3.) Befragung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen
In einer standardisierten Online-Befragung werden Jugendliche und junge Erwachsene u.a. hinsichtlich ihrer askriptiven Merkmale, ihrem Selbstkonzept, ihrer Kompetenzeinschätzungen, ihrer Einstellungen und Erwartungen, ihrer sozialen Ressourcen und ihrem Entscheidungsverhalten befragt. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen stammen zum ersten Messzeitpunkt aus drei Kohorten der Kantone Zürich, St. Gallen, Schwyz:
1. Kohorte: Ende 9. Schuljahr (erste Schwelle) (N = 481),
2. Kohorte: letztes Lehrjahr (zweite Schwelle) (N = 780),
3. Kohorte: Junge Mitarbeitende zwischen 20 und 30 Jahren (Wechsel in weiterbildende Bildungsangebote) (N = 298).

Für den zweiten Erhebungszeitpunkt wurden die drei Kohorten durch zusätzliche Teilnehmende ergänzt. Zudem wurde eine vierte Kohorte, bestehend aus Personen von Fachhochschulen und pädagogischen Hochschulen rekrutiert. Diese Ergänzungsstichproben der ersten und zweiten Kohorte wurden über die Berufsschulen rekrutiert. Die Ergänzungsstichprobe der 3. Kohorte wurde mit Daten des Bundesamtes für Statistik ergänzt. Die Ergänzungsstichprobe der vierten Kohorte stammt aus Personen von Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen. Alle diese Personen sollen zum dritten Messzeitpunkt erneut zur Teilnahme an der Untersuchung eingeladen werden.

Erhebungsverfahren: Standardisierte Befragung schriftlich
Auswahlverfahren: Geschichtete Zufallsstichprobe
Anzahl Untersuchungseinheiten: Erster Messzeitpunkt N=1300; Zweiter Messzeitpunkt N=4200
Untersuchungsdesign: Kohorten-Sequenz-Design
Durchführung der Feldarbeit: Online-Fragebogen
Methods (instruments)
Financed by


Mandating institution(s)
  • Eidg. Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung - WBF, Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation - SBFI, Postfach , 3003 Bern
Study type
Data availability
Source (Updates) Web
Date created 17.06.2019
Date modified 26.06.2019
Start - End date 01.10.2011 - 31.12.2018